Waldkind - Rezension

[Auf den Punkt gebracht: Hochgestapelt] Waldkind von Natalie Speer

Infos zum Buch „Waldkind von Natalie Speer:

Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 640
ISBN: 978-3404209279
Erscheinungsdatum:
21. Dezember 2018
Originaltitel: –
Übersetzer: –
Reihe: ja (2/4)
Meine Bewertung: 4 Karlys

Inhalt: Eva und Cianna sind wie Tag und Nacht – die eine rebellisch und tough, die andere sanft und gutmütig. Während Eva Jagd auf gefährliche Fabelwesen im Deamhain macht, wächst Cianna behütet als Bürgerstochter auf. Doch dann findet Cianna am Rand des Deamhain ein Kind, welches anders ist und eine besondere Verbindung zum Wald hat. Schon bald merkt sie, dass der Deamhain das Kind nicht ziehen lassen wird und das er Eva und Cianna zu tödlichen Feindinnen macht.

Eintauchen in eine magisch-gefährliche Welt

Der Story-Stapel

Die Geschichte beginnt ruhig und wir begleiten abwechselnd Cianna und Eva, so dass wir von beiden einen guten Einblick erhalten. Dennoch benötigt man als Leser einige Zeit, um wirklich in der Welt anzukommen und die Macht und Magie des Deamhains zu begreifen.
Doch besonders, nachdem die Wege von Eva und Cianna im Deamhain beginnen, zieht der Spannungsbogen mächtig an und man klebt mehr und mehr an den Seiten. Überraschende Wendungen und immer neue Handlungsfäden verweben sich gekonnt und lassen keine Langeweile aufkommen.
Das Ende ist sehr rund und emotional, passt aber perfekt in die Welt und den Erzählstil der Autorin.

Charakter-Stapel

Natürlich stehen die beiden Protagonisten Cianna und Eva im Vordergrund und dennoch begegnen dem Leser einige weitere Charaktere, die gut gezeichnet sind und die sich schnell ins Herz schleichen.
Cianna war mir von den beiden eindeutig die liebere, weil sie eher auf ihr Bauchgefühl vertraut hat und nicht in allem nur das Böse sieht.
Eva war sehr berechnend und stur, sie lies sich kaum von ihrer gefestigten Meinung abbringen und auch wenn sie immer mal Sympathiepunkte bei mir gesammelt hat, blieb sie mir trotzdem lange Zeit unsympathisch.

Stil Stapel

Das Buch liest sich flüssig und lässt mit wenigen Worten den Deamhain zum Leben erwachen. Die Autorin hält sich nicht lange an Beschreibungen der Welt auf, sondern lässt den Leser diese einfach erleben. Durch die abwechselnden Kapitel aus Sicht von Eva und Cianna wird der Lesefluss nicht gestört, sondern der Spannungsbogen befeuert.

Kritik Stapel

An für sich kann ich keinen direkten Kritikpunkt nennen, außer, dass ich diesmal zu lange gebraucht habe, um in der Geschichte einzutauchen und anzukommen. Zu lange war mir die Welt und der Deamhain fremd und mit den Charakteren wurde ich lange nicht warm. Hier fehlt eine kleine Brise Leserbindung, um bereits nach wenigen Kapiteln an den Seiten zu kleben.

Fazit

Ein gutes High-Fantasywerk in einer bekannten und doch fremden Welt mit zwei sehr unterschiedlichen Protagonisten. Das Buch schafft es ab der Hälfte, den Leser in einen Sog zu ziehen, so lange muss man aber auch durchhalten, wenn man der Magie des Deamhains unterlegen will. Von mir gibt es dafür sehr gute 4 Karlys.

KarlyKarlyKarlyKarly– 4 Karlys

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