Jennifer Wellen

[Interview] Anna plaudert mit… Jennifer Wellen

Jennifer Wellen habe ich durch die Leserunde zu ihrem Buch „Zum Teufel mit dir und der Liebe“ auf Lovelybooks kennen gelernt. Das Buch hat mir unglaublich gut gefallen und einige Fragen schwebten direkt über meinem Kopf, so dass ich die Chance ergriffen habe und für euch (und mich) nach einem Interview fragte, dem Jennifer Wellen zugesagt hat und somit könnt ihr euch jetzt über ihre Antworten freuen – viel Spaß. 🙂

Jennifer Wellen
Copyright: Oliver Braukmann Photography

 

Anna: Bitte stelle dich meinen Lesern kurz vor. Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Jennifer: Also ich bin die Jenni. Promovierte Biologin mit dem Hang lieber kreativ als wissenschaftlich zu schreiben.

Alles fing 2010 an. Ich hatte gerade mein Kind in die Kita gebracht und an meiner Doktorarbeit gesessen und habe mir Gedanken darüber gemacht, wie ich alles organisiert bekomme, wenn das Kind erst mal in die Schule geht. Da dachte ich mir, wie toll es wäre, von zu Hause aus zu arbeiten. Irgendwie kam mir dann wieder in den Sinn, wie gerne ich schon immer mal ein Buch schreiben wollte und da dachte ich,vielleicht probiere ich es mal damit. Dumme Idee…ich schreibe jetzt seit sieben Jahren und kann NICHT zu Hause bleiben. Ein Autor bekommt nämlich für seine Arbeit nur einen Hungerlohn, dann gibt es noch die Ebook-Piraterie und die Steuer und dann kannst du dir gerade mal von den Einnahmen noch ein Butterbrot leisten. Die wenigsten schaffen es, davon zu leben. Die heißen dann Kai Meyer, Kerstin Gier oder Sebastian Fitzek. Wenn du unbekannt bist, ist es schwierig und wenn du nicht gerade ein Print ergatterst, dass von deinem Verlag hochgelobt und ordentlich beworben wird…dann gehst du weiterhin ganz normal arbeiten.

 

Anna: Wie wichtig sind dir Rezensionen? Liest du sie? Wie gehst du mit Kritik um?

Jennifer: Natürlich lese ich Rezensionen. Ich versuche daraus was zu lernen. Leider habe ich gelernt – ein Autor kann es nicht jedem recht machen. Was dem einen gefällt, ist dem anderen zu blöd. Kritik ist wichtig. Wenn sie konstruktiv ist. Aber dann gibt es Kritik, die ist eher unter der Gürtellinie. Aber auch die muss es geben, weil man dann die guten wieder zu schätzen weiß.

 

Anna: Wo sammelst du die Ideen für deine Bücher? Haben persönliche Erlebnisse Einfluss auf deine Bücher?

Jennifer: Die meisten Einfälle kommen mir beim Autofahren. Da baumelt meist meine Seele und dann höre ich was blödes im Radio, oder sehe was auf der Strasse und Zack ist da ein Funken, der mich nicht mehr in Ruhe lässt. Dann überlege ich mir das für und wieder und nach zwanzig Minuten steht meist der grobe Plot, denn ich dann als Vorabexposé zu Papier bringe. Ob es am Ende dabei bleibt ist die andere Frage. Meist kommen mir noch beim Schreiben Ideen, die direkt mit einfließen.
Und oft sind meine eigenen Erfahrungen mit in dem Buch integriert. Das fällt mir hinterher erst auf. Da denke ich immer – ach guck mal an.

 

Anna: Was hat dich zu dem Buch „Zum Teufel mit dir und der Liebe“ inspiriert?

Jennifer: Ich saß im Kino. Das Vorprogramm lief. Und da kam eine Werbung. Frag mich nicht mehr welche. Und da dachte ich, ich müsste doch mal eine Geschichte schreiben, wo sie die rechte Hand des Teufels ist, die versucht die Aufträge zu erfüllen und dann geht immer alles schief. Dann habe ich recherchiert und irgendwie hat sich alles eingefügt. Das Ergebnis siehe „Zum Teufel mit dir und der Liebe“. 😉

 

Anna: In dem Buch geht es auch um Geister bzw. verlorene Seelen. Was war der Grund, dass du das mit hast einfließen lassen?

Jennifer: Ich habe mal ein Buch gelesen über erdgebundene Seelen. Und das fand ich so interessant, dass ich immer mal ein Buch über Geister schreiben wollte. Irgendwie ist es dann mit in der Teufelsgeschichte gelandet, weil es eben thematisch gut passte.

 

Anna: Das Buch besticht durch richtig schön gezeichnete Nebencharaktere. Hast du einem Lieblingscharakter in dem Buch?

Jennifer: Hach als Autor ist man ja geneigt alle toll zu finden. Lu und Aaron, Rory. Aber am liebsten ist mir glaube ich Wendy. Die Künstlerin mit den dick geschminkten Augenringen und der Hyänenlache.

 

Anna: Würdest du einen Pakt mit dem Teufel, wie es Luciana gemacht hat, ebenfalls eingehen?

Jennifer: Wenn es um das Leben meines Kindes oder eines geliebten Menschen gehen würde – ja – ohne Frage. Bei Geld oder sowas – nein. Denn das, was wirklich wichtig ist im Leben, können wir mit Geld nicht kaufen.

 

Anna: Gibt es schon Pläne zu einem nächsten Buch auf das wir uns freuen dürfen? Kannst du schon etwas darüber verraten?

Jennifer: Ja kurz nach Sam kam „Lost in Pain“ raus. Ein Romantic Suspense. Also ganz anders als „Zum Teufel mit dir und der Liebe“ und schon jetzt im September gibt es meinen nächsten Roman. Er wird speziell beworben, weshalb ich leider dahingehend noch nichts verraten darf. Aber es handelt sich im einen klassischen Chick-Lit Roman, bei der meine Protagonistin Ria eine Bestellliste ans Universum aufstellt, was natürlich gründlich schief geht. Und ob sie am Ende dann wirklich den bestellten Traummann findet, dass müsst ihr schon selbst lesen. 🙂

Psst-Anmerkung von Anna: Mittlerweile so viel: Das Buch heißt „Sternschnuppenwünsche“ und ist exklusiv bei Weltbild erschienen. 😉

 

Anna: Wem würdest du dein Buch empfehlen?

Jennifer: Leuten, die Chick-Lit und Fantasy mögen. Das Buch ist dann wie ein Überraschungsei: Fantasy, Chicklit und Spannung 😉 Außerdem Leuten, die nicht alles bierernst nehmen, sondern auch Überraschungen mögen, die nicht unbedingt Klischee sind.

 

Anna: Du hast das letzte Wort.

Jennifer: -Ende-
Mein Lieblingswort ist es nicht. Deswegen versuche ich seit neuestem statt dessen in meinen Romanen immer etwas anderes zu finden, so wie Happy End oder -Bestellliste ____(ich will ja nicht spoilern)- 😉

 

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Das Buch und meine Rezension:

Zum Teufel mit dir und der Liebe

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