[Interview] Anna plaudert mit… Kira Minttu

Kira Minttu hat mich kurz vor dem Jahreswechsel bei Facebook angeschrieben und ganz lieb gefragt, ob ich Interesse an ihrem Buch „Keep on Dreaming“ hätte. Erst war ich etwas kritisch, da ich ja bei jugendlichen Liebesgeschichten etwas vorsichtiger geworden bin. Aber das Buch klang interessant und ich wollte dem eine Chance geben und heraus kam: Ein erstes Highlight in 2017, viel Gefühl und viel Musik. 🙂 Alle Details könnt ihr in meiner Rezension nachlesen.

Dann wollte ich den direkten Kontakt gleich noch dazu nutzen, nach einem Interview zu fragen und das Ergebnis seht ihr hier. 🙂 Ich finde, dass die Antworten von Kira sehr gut die liebe/süße Art von ihr widerspiegelen

Und großes Highlight: Es gibt einen Blick auf das Cover des neuen Titels! 🙂

 

Kira Minttu

 

Anna: Bitte stelle dich meinen Lesern kurz vor. Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Kira: Ich heiße Kira Minttu, und nein, Minttu ist selbstverständlich nicht mein wirklicher Nachname. Es ist der Name, unter dem ich meine ersten Schreibversuche auf diversen Portalen gestartet habe, und im Laufe der Zeit ist er mir sehr ans Herz gewachsen – bei der ersten Veröffentlichung habe ich ihn daher einigermaßen unbekümmert einfach an meinen Vornamen angehängt. Niemand konnte mich daran hindern – also. :p

Und wie bin ich zum Schreiben gekommen? Gute Frage. Ich habe schon immer gerne gelesen, und es hat mir auch schon immer Spaß gemacht, selbst mit Sprache zu spielen. Sehr, sehr lange habe ich mich dabei nur auf kürzere Texte beschränkt, überwiegend Kolumnen, später habe ich dann zu bloggen begonnen. Die Idee, es einmal mit einem längerem Text zu versuchen, schwelte schon lange, aber an den Moment, in dem ich mich an den Rechner setzte und den ersten Satz eingab, erinnere ich mich jetzt noch.

Das war Ende Juni 2014 – und drei Monate später war das erste Buch fertig. Na ja, auf eine Art „fertig“. Ich glaube, inzwischen habe ich es so oft überarbeitet, dass nur noch der erste Satz das Ganze unbeschadet überstanden hat. 😀

 

Anna: Wie wichtig sind dir Rezensionen? Liest du sie? Wie gehst du mit Kritik um?

Kira: Aber hallo lese ich Rezensionen! Alle. Und ich bin absolut nicht souverän, was meinen Umgang damit betrifft. 😉

Mit „Keep on Dreaming“ habe ich Glück, und die Rezensionen fallen bisher allesamt positiv aus. Deshalb ist es auch nicht weiter tragisch, dass ich zum jetzigen Zeitpunkt noch keinerlei emotionale Distanz dazu aufgebaut habe – aber frag mich noch mal, wenn ich meine allererste vernichtende Kritik eingefahren habe.

Ein kritisches Feedback zu meinen Texten hole ich mir allerdings bereits im Vorfeld ab – allein meine Lektorin spart ganz sicher nicht mit strengen Randbemerkungen, und auch Vorableser legen sehr oft ihren Finger auf die unausgegorenen Stellen. Damit kann ich gut leben, ich freue mich sogar darüber, es zeigt mir, dass jemand sich wirklich darüber Gedanken gemacht hat, was einer Passage fehlt, wodurch sie klarer oder eindringlicher werden könnte. Diese Form von Kritik ist für mich extrem wichtig – „Keep on“ wäre ohne sie heute nicht das, was es jetzt ist.

 

Anna: Wo sammelst du die Ideen für deine Bücher? Haben persönliche Erlebnisse Einfluss auf deine Bücher?

Kira: Ja, oft. Wobei ich natürlich nicht alles selbst erlebt haben muss, um darüber schreiben zu können (auch, wenn es das Ganze sehr viel leichter macht).

Ich nehme vieles auf, was in meinem Umfeld passiert, und mein Hirn spinnt oft Satzfragmente oder nur flüchtig Gesehenes weiter. Der Nachfolger zu „Keep on Dreaming“ entstand auch aufgrund einer Bemerkung, die ich in der Bibliothek mitbekommen habe – ein Mädchen stand mit ihrem Smartphone zwischen den Regalen, in einer Hand ein Buch, und sie sagte: „Meine Eltern trennen sich jetzt doch … ja … NATÜRLICH ist das scheiße!“

Hier beginnen Filme zu laufen, und das passiert auch bei Headlines, Kino, Werbung, anderen Büchern, Erzählungen, Geschichten – ich glaube, ich könnte mich jederzeit hinsetzen, eine Stunde stillsitzen und dem Geschehen um mich herum folgen, und dann einen ersten Storyentwurf durchplotten.

 

Anna: Was hat dich zu „Keep on Dreaming“ inspiriert?

Kira: „Keep on Dreaming“ ist tatsächlich sehr eng mit mir selbst verknüpft. Ich habe fast drei Jahre lang ein eigenes Musikmagazin gemacht, und vieles von dem, was meine Protagonistin im Buch erlebt, stammt aus meinem persönlichen Erfahrungsschatz, vieles, aber nicht alles – sagen wir, die meisten Szenen, die Katinka backstage widerfahren, kenne ich selbst. Einen James habe ich aber auf diese spezielle Art nie kennengelernt. Leider. 😉

 

Anna: Mich würde besonders interessieren, wie es zu dem Titel „Keep on Dreaming“ kam?

Kira: Der Titel. „Keep on Dreaming“ war ursprünglich ein bloßer Arbeitstitel, ich hatte geplant, ihn noch einmal abzuändern. Die Band in dem Buch heißt so, die Doppelbedeutung im Hinblick auf meine Protagonistin hat mir auch gefallen – aber eigentlich sollte es letztlich ein deutscher Titel werden.

Wurde es dann nicht, weil ich ihn versehentlich zu sehr zu lieben begonnen hatte. Wenn man mehrere Monate lang immerzu von „Keep on Dreaming“ spricht und denkt und dabei das Herz vor Liebe überquillt, kann das schon mal passieren.

Beim Nachfolgeband habe ich mich deshalb ein wenig geärgert – ich hatte nämlich einen ganz wunderbaren – deutschen – Titel dafür, aber der durfte dann ja leider nicht mehr sein (mit dem jetzigen – englischen – Titel bin ich allerdings dann doch sehr glücklich).

 

Anna: Gibt es bestimmte Lieder, die dich hier inspiriert haben, besonders bei Without you?

Kira: Ja. Gibt es. Ich verrate sie aber an dieser Stelle nicht, weil der Sänger dieser Songs mich auch im Hinblick auf James inspiriert hat – und ich mag da niemandem meine persönliche Vorstellung von James aufdrängen.

 

Anna: Welche Musik-Stile sind denn deine Favoriten – ebenso rockig wie Katinkas oder doch andere?

Kira: In erster Linie, ja. Ich mochte es schon immer eher rockig mit Alternative-Tendenz, meine Favoriten sind daher Bands wie Eve 6 (<3-Band), RHCP, Nirvana oder Faith No More; zu eher klassischen Rockbands wie Linkin Park oder Guns’n Roses sag ich auch nicht nein. Im Mai sehe ich zum ich weiß nicht wievielten Mal Aerosmith und freu’ mich sehr darauf! 🙂

Mittlerweile ist mein Musikgeschmack allerdings etwas breiter gefächert als früher – Pink, Adele, Mika oder Amy Winehouse sind hier durchaus auch des Öfteren zu hören.

Musik ist mir mit Sicherheit genauso wichtig wie Bücher – ohne ginge gar nicht.

Außer beim Schreiben. Beim Schreiben darf maximal leises Atmen zu hören sein, und zwar ausschließlich mein eigenes.

 

Anna: Orientiert sich Katinkas Musikblog an einem echten Vorbild oder betreibst du sogar selbst einen Musikblog?

Kira: Nein, Katinkas Blog ist frei erfunden und zwar auf der Basis meines früheren Musikmagazins gekoppelt mit meinen Blogger- Erfahrungen.

 

Anna: Hast du eigentlich eine Lieblingsszene im Buch, auf die sich die Leser besonders freuen können? (gerne mit Seitenzahl)

Kira: Oh ja, so einige. Ich verrate mal zwei – eine davon beginnt auf Seite 120, und sie ist es, die überhaupt erst dazu führt, dass das Zusammentreffen zwischen Katinka und James mit dem Interview nicht bereits wieder beendet ist. Szene Nummer zwei findet auf Seite 180 statt. Sie verrät einiges darüber, wie James das Leben handhabt – und führt zu einer heillos überforderten Katinka. (Ich verrate es nur hier und dann nie wieder: Ich bin ein James-Fangirl. :p )

 

Anna: Gibt es schon Pläne zu einem nächsten Buch auf das wir uns freuen dürfen? Kannst du schon etwas darüber verraten?

Kira: Weit fortgeschrittene Pläne sogar – aller Voraussicht nach am 1. April in diesem Jahr wird eine Art Nachfolgeband erscheinen – „eine Art“ deshalb, weil es sich weniger um eine Serie, denn um eine Reihe handelt. Es tauchen einige der bereits bekannten Charaktere wieder auf, aber die bisherige Protagonistin Katinka steht nicht mehr im Mittelpunkt. Dies wird ihre Freundin Juli tun, und ich hoffe, meine Leserinnen und Leser werden sie ebenso mögen wie Katinka. Psst, magst du mal einen Vorab-Blick auf das Cover werfen? Das steht nämlich schon fest. 😀

Me, without words

 

Anna: Wem würdest du dein Buch empfehlen?

Kira: Allen? 😀

Nein, warte – ich würde es Leserinnen empfehlen, die Jugendbücher mögen und in diesem speziellen Fall auch mit Musik etwas anfangen können. Konzertgänger könnten sich im Buch wiederfinden, und alle, die jemals im Leben einmal einen Star angehimmelt haben, sowieso.

Aber eigentlich reicht es, irgendwas zwischen dreizehn und zwanzig zu sein, oder sich ganz gerne mal an diese Zeit erinnern zu wollen. 🙂

 

Anna: Du hast das letzte Wort.

Kira: Mein letztes Wort gilt dir – Vielen Dank für dieses schöne Interview <3 – und meinen Leserinnen (Ja, jetzt bleib ich bei dem -innen – ich glaube, der Schwerpunkt bei „Keep on Dreaming“ ist diesbezüglich sehr klar umrissen ;).

Vielen Dank euch allen, die ihr „Keep on“ gekauft, ausgeliehen, gelesen und vielleicht sogar rezensiert habt! Es ist für jede Autorin etwas Besonderes, auf Menschen zu treffen, die das eigene Buchbaby so sehr lieben, wie man das selbst tut, und es verbindet mich mit jeder Leserin, die „Keep on Dreaming“ nach der letzten Seite glücklich zugeklappt hat. <3 <3 <3

(Ich werde IMMER pathetisch, wenn ich darüber nachdenke.)

(Hoffentlich hört dieses Gefühl nie auf. 😀 )

 

 

Zur Facebook-Seite der Autorin geht’s hier lang.

Zur Facebook-Seite der Ink Rebels geht’s hier lang.

 

Das Buch und meine Rezension:

5 comments on “[Interview] Anna plaudert mit… Kira Minttu

  1. Huhu *winke*,

    ist das jetzt gut oder schlecht, wenn ein Buch von Juli rauskommt? Mhmm…immerhin ist sie bei „Keep on Dreaming“ in einer glücklichen Beziehung. *grübel*. Weiß jetzt schon, welches Buch ich im April lesen werde ^^.

    Danke für das tolle Interview! Ink Rebels hat es geschafft, dass ich mittlerweile jedes Buch davon lesen will, nun ja, bei den noch 4 Büchern hört sich das Vorhaben wenigstens nicht unmöglich an ;P.

    Die Hintergrundinfos zu „Keep on Dreaming“ sind toll. Und bei den Lieblingsszenen kann ich nur wild-kopfnickend zustimmen! Die haben es echt drauf!

    Alles Liebe,
    Tiana

    1. Hey Tiana,

      ja über diesen Punkt mit Juli habe ich auch schon gegrübelt. Ich denke, da heißt es schlicht: Abwarten bis April. Aber dieses Buch wird von mir dann ebenfalls direkt gelesen. 😀

      Gerne doch – ich fand die Antworten von Kira auch sehr interessant und ich möchte genauso nun alle Bücher des Verlages lesen. Gerade weil es so überschaubar ist, finde ich, dass es ein gutes Vorhaben ist.

      Ach ja – Lieblingsszenen – ich glaube, das wird meine neue Lieblingsfrage bei Interviews.

      Alles Liebe,
      Anna

      1. Hallo :),

        bis April ist es aber noch so lange hin *.*

        Nummer 2 befindet sich schon im Regal! „Wenn ich dich nie erfunden hätte“ wartet als TB darauf, verschlungen zu werden!

        Oh toll! Das finde ich meistens immer am spannendsten!

        Liebe Grüße,
        Tiana

        1. Hey Tiana,

          ja das stimmt – bis April ist noch so lange hin, obwohl… wir müssen schon nur noch 2 Monate warten. 😀

          Da bist du schneller als ich – ich wollte mir die anderen beiden Bücher eigentlich auch besorgen, aber irgendwie habe ich gerade so viele Bücher im Kopf und möchte doch SuB-Leichen lesen. ^^
          Ich bin gespannt, was du zu „Wenn ich dich nicht erfunden hätte“ zu berichten hast. 🙂

          Alles Liebe,
          Anna

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