Wie das Leuchten von Bernstein - Rezension

[Auf den Punkt gebracht: Hochgestapelt] Wie das Leuchten von Bernstein von Nele Blohm

Infos zum Buch „Wie das Leuchten von Bernstein“ von Nele Blohm:

Wie das Leuchten von Bernstein

Verlag: Heyne Verlag
Seiten: 352
ISBN: 978-3453425415
Erscheinungsdatum: 13. April 2021
Originaltitel: –
Übersetzer: –
Reihe: nein
Meine Bewertung: 4 Karlys

Inhalt: Marie verliert quasi über Nacht nicht nur ihren geliebten Blumenladen, sondern auch ihren Verlobten. Planlos und pleite flieht sie auf ihre Heimatinsel Hiddensee ins Inselhotel ihrer Oma Gertrud. Zwischen Meer, Hotel und der Suche nach einem Hühnergott trifft sie immer wieder ihre große Jugendliebe Ole. Doch das Familiengeheimnis, welches sie einst von der Insel trieb, schwebt immer noch wie eine Gewitterwolke über ihr und erfordert Mut, sich dem zu stellen und endlich die Wahrheit zu finden…

Süß mit Humor und viel Sehnsucht nach Meer

Story-Stapel

Die Geschichte beginnt direkt mit dem großen Crash von Marie. Man muss miterleben, wie ihr Verlobter quasi das gesamte Leben wegwirft, welches die beiden sich aufgebaut haben und den Schmerz von Marie fühlt man als Leser direkt mit. Ihre Flucht nach Hiddensee ist also sehr verständlich und nachvollziehbar. Und auch die Zeit mit Oma Gertrud ist erfrischend und sorgt für eine heimelige Stimmung. Nach und nach findet Marie zu sich und bekommt einen neuen Weg für ihr Leben. Es macht Freude, sie dabei zu begleiten und ihre inneren Monologe werden durch die Inselschamanin gekonnt aufgebrochen. Am Ende ist es viel Happy End, vielleicht eine Prise zu viel davon, aber dennoch rund und gelungen, so dass man sagen kann, das es einfach ein schönes Wohlfühlbuch ist.

Charakter-Stapel

Marie ist ein sehr ruhiger Charakter, der viel mit sich selber ausmacht. Positiv zu erwähnen ist aber, dass sie ehrlich zu sich selbst ist und mehr und mehr aufhört, sich was vor zu machen. Zudem nimmt sie ihr Schicksal selbst in die Hand und beginnt, das Familiengeheimnis aufzuklären, anstatt ihr Leben weiterhin davon zu bestimmen zu lassen.

Oma Gertrud erfüllt voll und ganz den Charakter, der maßgeblich für das Wohlfühlen im Buch sorgt. Ich denke, so eine Oma wünscht sich jeder im Leben. Und ich fand es schön, dass sie kein Übercharakter war, dem man das Alter gar nicht anmerkt.

Die anderen Nebencharaktere sind speziell und bleiben dadurch im Kopf. Sie wurden sehr individuell gezeichnet, so dass sie besonders sind und genau den Platz im Buch bekommen, den sie verdienen. Einzig Ole, der männliche Protagonist blieb sehr blass und wenig greifbar für mich. Man konnte ihn nicht so gut kennenlernen, wie die anderen Personen im Buch.

Stil-Stapel

Das Buch liest sich sehr flüssig und angenehm. Die inneren Monologe von Marie halten sich in Grenzen, so dass es nicht zu viel wird. Dadurch bleibt das Buch lebhaft und leicht, trotz der erstmal harten Schicksalsschläge von Marie. Auch die Beschreibung von Hiddensee ist genau so, dass man Fernweh nach der Insel bekommt und selbst gerne ein Teil dieser Gemeinschaft wäre, ohne, dass sie sich in Langatmigkeit verlieren.

Kritik-Stapel

Wie erwähnt, ist mir der männliche Protagonist Ole zu blass in seinem Charakter. Man bekam zu wenig von seiner Art und seinem Wesen mit in meinen Augen. Dadurch hat auch die Liebesgeschichte etwas gelitten, da man die Gefühlswelt von Ole nicht so leicht nachvollziehen konnte.

Die Rezepte am Ende des Buches fand ich sehr schön, da man dadurch direkt das ein oder andere Getränk oder Essen nachmachen kann. Das ist für mich immer ein positiver Aspekt in Büchern.

Fazit

„Wie das Leuchten von Bernstein“ ist für mich ein gemütlicher Wohlfühlroman, der Lust auf Hiddensee macht und der Spaß macht und nicht zu schwer wiegt. Es ist schön, Marie dabei zu begleiten, die Scherben ihres Lebens wieder aufzukehren und einen neuen Weg für sich zu finden. Die Liebesgeschichte ist etwas blass, was schade ist, dafür den Fokus aber mehr auf Marie selbst lenkt. Von mir gibt es 4 Karlys und eine Leseempfehlung für Fans des Genres.

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- 4 Karlys</div>

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