Firefly. Glühwürmchennächte - Rezension

[Auf den Punkt gebracht: Hochgestapelt] Firefly. Glühwürmchennächte von Julia Dibbern

Firefly. Glüwürmchennächte

Infos zum Buch „Firefly. Glühwürmchennächte“ von Julia Dibbern:

Verlag: Ink Rebels
Seiten: 257
ISBN: B07HCJB5P3
Erscheinungsdatum: 11.Oktober 2018
Originaltitel: –
Übersetzer: –
Reihe: nein
Meine Bewertung: 4 Karlys

Inhalt: Lia steht kurz vor dem Abitur und auch wenn ihr Leben perfekt scheint, spürt sie auch, dass etwas fehlt. Als sie dann den introvertierten Silvan kennenlernt, spürt sie, dass er ihr das geben kann, was bisher fehlte. Mit ihm erkundet sie die Wälder der Umgebung, sieht Glühwürmchen tanzen und lernt, was Freiheit bedeutet. Doch als Silvans dunkles Geheimnis ans Licht kommt, weiß Lia nicht mehr, was sie glauben soll…

 

 

Eine Gefühlsachterbahn mit viel Spannung und Drama

 

Der Story-Stapel

Erster Satz: „Menschen verschwinden nicht einfach.“

Die Geschichte beginnt recht ruhig. Wir lernen Lia kennen, sowie alle wichtigen Nebencharaktere wie ihre Familie und Freunde. Außerdem bekommen wir direkt einen Eindruck, wie stressig das Abitur für Lia ist, da sie sich selber sehr unter Druck setzt. Auch Silvan betritt sehr schnell die Bühne und am Anfang weiß man als Leser gar nicht, wie man ihn einordnen soll, da er wirklich ruhig ist. Doch schon bald kommen Andeutungen zu Silvan und Lia verbringt gleichzeitig mehr Zeit mit ihm. Von da an rollt der Ball mit großer Geschwindigkeit Richtung Abgrund und mir als Leser blieb mehrmals das Herz stehen, weil ich schockiert und ängstlich war über Wahrheit, Lüge und wie das alles enden kann. Der Spannungsbogen ist zum Zerreißen gespannt und beruhigt sich wirklich erst mit den letzten Sätzen.

 

Der Charakter-Stapel

Lia ist ein interessanter Charakter, der durchaus so irgendwo an Schulen rumlaufen kann. Auf eine Art wirkt sie sehr vernünftig und ehrgeizig, gleichzeitig ist sie sehr unsicher, sucht überhaupt, was sie möchte und lernt, sich durchzusetzen. Und man merkt ihr das Gefühlschaos definitiv an – sie erlebt extreme Gefühle und kommt selber kaum damit klar. In meinen Augen ist sie aber manchmal auch sehr stur und nicht durchdacht gewesen, so dass sie viele um sich herum verletzt hat, weil sie stark auf sich bezogen war.

Die anderen Charaktere sind in meinen Augen sehr abwechslungsreich. Silvan selber bleibt da für mich noch am blassesten, weil sein Wesen einfach sehr introvertiert ist und man dadurch kaum etwas über ihn erfährt. Er ist wie Sand in den Händen –  einfach schwer greifbar.

Die Eltern von Lia hingegen fand ich sehr spannend. Anfangs wirkten sie sehr streng und unnahbar, doch mit jeder Seite zeigten sie mehr, wie viel sie für ihre Tochter bereit sind zu tun und gleichzeitig auch, dass sie keine Gefühlsklötze sind.

Auch Fynn und Malin waren sehr präsent und es tat mir richtig weh, wie gemein Lia teilweise zu den beiden war. In meinen Augen hatten sie das nicht verdient und an dem Tag der Wahrheit ist definitiv eine Menge durch Lias undurchdachter Art zerbrochen.

 

Der Stil-Stapel

Das Buch liest sich flüssig und leicht. Durch den Spannungsbogen, der sehr hoch angelegt ist, jagt man teilweise atemlos durch die Seiten und erlebt das selbe Gefühlschaos, welches auch Lia durchlebt. Besonders zum Ende hin liest man Sätze mehrmals durch, weil man einfach nicht glauben kann, was dort steht. Das Buch lebt in meinen Augen von dem Drama und weniger durch kunstvolle Wortgebilde.

 

Der Kritik-Stapel

Lia war für mich teilweise zu undurchdacht und extrem in ihren Gefühlen, so dass ich sie manchmal nicht richtig verstehen konnte. Zugleich blieb Silvan so fern und unnahbar, dass ich auch die Gefühle der beiden eher aus großer Distanz betrachten konnte. Das Buch lebt vom Drama, welches ab der Mitte der Geschichte einsetzt und bis zum letzten Satz bestehen bleibt. Damit hebt es sich von anderen Geschichten ab und gleicht einige Schwachpunkte aus.

 

 

Auf den Lesen-Stapel?

„Firefly. Glühwürmchennächte“ ist definitiv ein Buch, welches Gefühlschaos garantiert. Gleichzeitig gibt es sehr viel Drama und einen extrem gespannten Spannungsbogen, so dass man als Leser durch die Seiten fliegt. Jedoch bleibt bei dem Drama und der Gefühlsachterbahn die eigentliche Liebesgeschichte manchmal etwas auf der Strecke, was auch an den Protagonisten liegt, die entweder unnahbar oder voller Gefühlsextreme sind. Deswegen vergebe ich 4 Karlys für ein Buch, welches anders ist als herkömmliche Liebesgeschichten, was aber gleichzeitig eher von dem drum herum um die beiden Hauptcharaktere lebt.

KarlyKarlyKarlyKarly – 4 Karlys

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