[SuB-Kolumne] TBR – To be read oder auch: Leselisten

SuB-Kolumne

Leselisten – da stecken für viele gleich zwei Leidenschaften drin: Lesen und Listen. Auch meine Besitzerin gehört zu denjenigen, die beides sehr gerne macht und ihre Listen sind wirklich toll – stets sehr optimistisch und doch auch oft von Erfolg gekrönt. 😉

Anfangs wunderten wir uns oft, wieso nun das eine oder andere Buch genommen wurde. Manchmal war da auch ein großes Umstapeln notwendig und wir alle mussten unseren Platz verlassen und lagen am Ende ganz woanders oder neben Büchern, die wir nicht mochten. Mittlerweile habe ich das aber verstanden. Unsere Besitzerin macht bei einer „SuB-Abbau-Challenge“ (haha) mit, sie baut mich natürlich nicht wirklich ab, aber die Challenge hilft ihr, zu entscheiden, welche Bücher sie als nächstes lesen wird.

Das hat sie mir so erklärt: „Natürlich möchte ich euch alle lesen – am liebsten gleichzeitig, aber das geht ja nicht. Also muss ich priorisieren und die Challenge legt ein Thema fest und bei deiner tollen Auswahl finde ich meist viele Bücher, die wunderbar reinpassen. Diese werden in diesem Monat dann bevorzugt gelesen.“ Aha – meine wunderbare Auswahl hilft ihr bei den Leselisten und schon manches Mal habe ich sie glücklich auf dem Sofa sitzen sehen, lesend und leise lächelnd, weil sie mal wieder einen Leseschatz gefunden hat – durch die Leseliste.

Nun ist es aber so, dass sie alle Bücher, die sie im besagten Monat nicht schafft, wieder zurücklegt. Traurige Buchgesichter schauen mich dann an. Enttäuscht, dass sie schon so weit waren und dann doch wieder zurück müssen und wer weiß, wann sich diese Chance wieder eröffnet! Meine Besitzerin meint, dass einige Bücher dann einfach nicht mehr thematisch passen für den neuen Monat, deswegen habe ich einige Hinweise an alle, die Leselisten erstellen:

  • Lieber zu wenig als zu viel – nichts ist frustrierender als die „vorgenommenen“ 20 Bücher nicht zu lesen – für die Bücher!
  • Abwechslungsreich mischen – bloß nicht fünf 50 Shades of Grey-Abklatsche vornehmen, sondern verschiedene Genres auswählen (obwohl man von 50 Shades of Grey eh die Finger lassen sollte, hat hat meine Besitzerin mal gemurmelt)
  • Achtet auf Challenges, Leserunden und Co – nützt nichts, es allen gerecht machen zu wollen und am Ende scheitert es bei der Leseliste
  • Wenn ihr in eine Flaute rutscht: Knickt die Leseliste und lest das, worauf ihr Lust habt
  • Überhaupt, lest IMMER worauf ihr Lust habt – Challenges, Listen und Co hin oder her
  • Wir Bücher sind nur dann glücklich, wenn ihr uns freiwillig und gerne zur Hand nehmt und nicht, wenn wir euch unsere Inhalte „aufnötigen“ müssen

Ich spreche hier nur aus Erfahrung! Ich habe mich mit vielen Leselisten-Büchern und auch gelesenen Büchern ausgetauscht und das waren nach einem produktiven Bookstorming unsere Ergebnisse. Und wenn es um Leselisten ungelesener Bücher geht, bin ich als SuB ja wohl mal der Experte, schließlich bin ich die wahre, ewig-lange Leseliste jedes Leseleidenschaftlers. 😉

 

Nun zu euch liebe Leser: Seit ihr Lese-Listen-Fans und wenn ja, wonach richtet sich die Auswahl auf eurer Liste? Habt ihr außerdem Tipps für gute Leselisten? 🙂

11 comments on “[SuB-Kolumne] TBR – To be read oder auch: Leselisten

  1. Hallo Anna,

    ich musste jetzt zustimmend nicken. Ich gehe bei den SuB-Abbau-Challenges genauso vor und die erwählten SuB-Bücher freuen sich jedes Mal gewaltig, bis sie ungelesen ins Regal zurückgestellt werden, dann ist die Frustration groß.

    Aber Leselisten gibt es hier in der Regel nicht, nur SuB-Abbau-Listen, Wunschlisten und Neuzugangslisten – über die der SuB immer ganz furchtbar zu klagen hat.

    Ein lustiger und schöner Beitrag von deinem SuB! Bin gespannt, was er sonst noch so alles zu erzählen hat.

    Liebe Grüße,
    Nicole

    1. Hallo Nicole,

      danke für das Feedback und die Zustimmung. 🙂 Mein SuB hat echt ein gutes Händchen, was er so schreibt und oft stimmt es auch – er kennt sich wirklich aus. 😉

      Ich hatte auch schon überlegt, Bücher eine Leseliste so lange auf der Leseliste zu lassen, bis sie gelesen sind, aber so manches Mal passt es dann nicht zur neuen Challenge und deswegen stelle ich sie zurück…

      Liebe Grüße,
      Anna

  2. Hallo Anna 😀

    Also ich liebe Leselisten 😉 ich liebe Listen und ich liebe lesen so wie du ;D
    Am liebsten mag ich es eine Liste zu machen, aus Büchern die andere für einen ausgesucht haben, die bei einer Losung herausgekommen sind, denn dann habe ich irgendwie den Ansporn die ganzen Bücher auch zu lesen.
    Ich mache daher gerne bei ich entscheide was du list Sachen mit 😉 Oder jetzt was noch neu auf meinen Blog kommen wird. Ich ziehe vier Zettel, auf denen in einer großen Box alle meine ungelesen Bücher stehen. Diese vier stelle ich dann vor und die Leser dürfen aussuchen, welches ich lesen soll 😀
    Oder der SuB Destroyer 😀 Sowas finde ich echt toll.
    Natürlich achte ich dann darauf das mein SuB sich verkleinert, aber nie zu klein wird 😉

    Liebe Grüße
    Maddy

  3. Hallo Maddy,

    cool – ein begeisterter Listen-Ersteller. 🙂 Wie gesagt, ich mache das auch total gerne, aber ich muss bei mir immer aufpassen, dass es nicht zu viel wird, da ich mir sonst Druck mache und weniger lese. 🙁

    Bei andere zu sagen, welches Buch sie lesen sollen, mache ich auch gerne. Der SuB-Destroyer ist mir nun schon mehrmals begegnet, das muss ich mir wirklich mal genauer anschauen. 🙂

    Liebe Grüße,
    Anna

  4. Liebe Anna,

    auch ich bekenne mich dazu, sowohl eine leidenschaftliche Leserin als auch Listenerstellerin zu sein. Wobei ich die Sache mit den Listen eher im Alltag fröne – für meinen SuB erstellte ich für dieses Jahr lediglich eine Liste: 15 Bücher, die sich am längsten auf meinem SuB befinden, werden in diesem Jahr gelesen. Wann, das entscheide ich. Bis dato klappt das echt super, mir fehlen lediglich 1,5 Bücher, dann ist die Liste geschafft und die Bücher freuen sich, endlich gelesen zu sein.
    Zusätzlich dazu lese ich seit einem Monat nach einer Lesechallenge. Da mein SuB nicht allzu hoch ist, kommen hierfür pro Monat kaum mehr als drei Bücher in Frage – die Chance ist demnach recht groß, das Ganze zu schaffen; meine Ziele bleiben somit realisierbar.
    Da meiner Meinung nach jedes Buch seine Zeit kennt, zu dem es gelesen werden möchte (ja, ich glaube, dass die Bücher ihren Leser aussuchen und nicht umgekehrt!), nehme ich meine Listen zwar ernst, schaue jedoch mit Bedacht, dass sie mich nicht einschränken. Lesen soll schließlich Freude und kein Kopfzerbrechen ob der Listen bereiten. 🙂

    Liebe Grüße,
    Kopf-Kino

    1. Hey,

      juhu noch ein Listen-Fan. 🙂 Die Idee, jedes Jahr die 15 ältesten Bücher zu lesen finde ich richtig klasse! Das ist wirklich gut, um den SuB frisch zu halten. Das werde ich mir mal für 2016 merken. 🙂 Ich drücke dir jedenfalls die Daumen, dass die 1,5 Bücher noch gelesen werden. 🙂

      Themenchallenges habe ich auch bzw. eine, die ich jeden Monat habe und die mir bei der Wahl auch immer gut hilft, so dass ich eigentlich nie grübel, was ich als nächstes lesen möchte. 🙂

      Und ich denke auch manchmal, dass Bücher sich ihre Leser suchen, anders kann ich mir nicht erklären, wieso manchmal ein Buch nach mir ruft, ich es lese und alles andere liegen lasse. 😀

      Liebe Grüße,
      Anna

  5. Hallo lieber Anna-SuB,

    Listen – und Statistiken finde ich theoretisch eine große Sache, nur praktisch fehlt es mir an Durchhaltevermögen sie weiter zu führen. Letztes Jahr im Dezember habe ich eine ganz tolle Statistik-Liste entdeckt, für die ich Feuer und Flamme gewesen bin. Ich habe mir sogar ein tolles Büchlein zum Beschreiben gekauft. Die Regelmäßigkeit sie zu führen hielt bis April? Wie gut, dass ich niemals nie geraucht habe, ich wüsste sonst nicht, ob ich es schaffen würde, aufzuhören, wenn ich schon an einer einfachen Liste scheitere. Nächstes Jahr starte ich einen neuen Versuch. Vielleicht habe ich dann die Disziplin.

    Leselisten für Challenges sind eine gute Sache, welche ich bisher auch kaum ernst genommen habe. Mein Kopf hat halt oft andere Pläne als der Kopf, was meine Buchauswahl betrifft. Bauch sagt dann zum Kopf: „Komm mir doch nicht mit Logik“

    Liebe Grüße Cindy

  6. Hallo liebe Cindy,

    es ist nicht schlimm, wenn du keine Listen machst – so liest du eben immer ganz spontan und musst die ganzen Hinweise oben gar nicht berücksichtigen, da du eh nicht in Gefahr läufst, dass du ausversehen in eine Flaute rutscht oder durch unvollendete Listen traurige Buchgesichter hervorrufst. 😉

    Und eigentlich beschreibst du ja genau das, was ich sage: Immer lesen, worauf man Lust hat! Listen, Challenges hin oder her. Lesen soll Spaß machen, da ist Logik nicht notwendig. 😉

    Liebe Grüße und mach dir keinen Kopf wegen der Nicht-Listen, das ist auch okay!
    dein Anna-SuB

  7. Hallo, Anna! Hallo, Annas SuB!
    Obwohl ich die Königin der Listen bin und über echt viele Dinge einfach zum Spaß Listen führe – Bücher, tolle Wörter, Schauspieler, von denen ich mehr als drei Filme gesehen habe – habe ich aufgehört, Leselisten zu machen. Ich halte mich nämlich nie daran. Und das ist dann doch irgendwie frustrierend.
    Was ich vor Kurzem angefangen habe, ist ein Lesetagebuch, in dem ich auch vermerke, was ich gekauft und was ich gelesen habe. Mein SuB wächst auf jeden Fall schneller, als er schrumpft, aber es ist interessant, sich zu einem Buch Notizen zu machen. (Und recht fein beim Rezensieren.) 🙂
    Ich hab aber natürlich auch lieber Spaß beim Lesen. In eine Challenge so hineinzutigern, das liegt mir nicht. Vor allen Dingen führt es oft dazu, dass ich ein Buch frustriert abbreche und das ist auch für die Bücher nicht schön. Ich hab eigentlich viel zu viele halbgelesene Bücher zuhause. Die können einem richtig leid tun.
    LG, m

    1. Hallo du,

      Königin der Listen – das klingt ja herrlich. 🙂 Aber ich verstehe, wenn du sagst, dass du keine Leselisten mehr machst. Es nutzt ja nichts, wenn man sich deswegen Druck aufbaut und Stress hat und dann die Lust am Lesen verliert.

      Lesetagebuch klingt gut, ich kenne jemanden, der macht das auch, da stehen dann Zitate drin und wenn das Buch voll ist, wird es verschenkt. 🙂 und das die Notizen beim Rezensieren helfen, kann ich mir gut vorstellen. Sowas müsste ich mir auch angewöhnen…

      Ich werde nächstes Jahr meine Challenges aber auch stark reduzieren, da sie mir mehr Druck als Freude gebracht haben. 🙂 Aber halb gelesene Bücher habe ich nicht, entweder ich beende es, pausiere es komplett auf 0 oder breche es ab.

      Liebe Grüße,
      Anna

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