Autorenbild Julia Dibbern

[Interview + Gewinnspiel] Anna plaudert mit… Julia Dibbern

Julia Dibbern hat mich auf Facebook angeschrieben, ob ich Interesse hätte, ihr Buch „Wenn ich dich nicht erfunden hätte“ zu rezensieren. Da hatte ich es bereits auf dem eReader und irgendwie war ich doch sehr neugierig. Somit wurde es doch zeitnah gelesen und ja, schon lange hatte ein Buch nicht mehr so eine starke Sogwirkung auf mich ausgeübt. Ich konnte es kaum mehr zur Seite legen, habe immer gedacht „Ach noch ein Kapitel… noch ein Kapitel, na gut, der erste Satz… noch das Kapitel“. Endlich mal ein Buch mit einem echten Bad Boy und einem realistischen Verlauf.

Im ständigen Kontakt mit Julia konnte ich mich nicht nur über das Buch mit ihr austauschen, sondern für euch ein Interview erfragen und ein Gewinnspiel. Julia stellt mir ein Print-Exemplar von „Wenn ich dich nicht erfunden hätte“ zum Verlosen zu Verfügung. Am Ende des Beitrags erfahrt ihr die Teilnahmebedingungen. Und nun erstmal frisch ans Interview – viel Spaß. 🙂

Autorenbild Julia Dibbern

Anna: Hallo Julia, es freut mich, dass du dir die Zeit nimmst, meine Fragen zu beantworten. 🙂 Und zuallererst: Bitte stelle dich meinen Lesern kurz vor. Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Julia: Das weiß ich wirklich nicht mehr. Die ersten Geschichten, die ich noch habe, sind wie die von Leo beim Babysitten entstanden. Heute würde ich vermutlich Serien gucken, aber damals gab es diese Möglichkeit noch nicht. Also habe ich mein Kopfkino angeworfen. Leos Geschichte vom Meisterdieb Jon ist eine von denen, die ich damals geschrieben habe. In Wirklichkeit hieß der Meisterdieb aber Julian Bonneau, und die Geschichte spielte in Paris – ich stand damals sehr auf alles Französische.

 

Anna: Wie wichtig sind dir Rezensionen? Liest du sie? Wie gehst du mit Kritik um?

Julia: Wenn ich mitbekomme, dass es neue Rezensionen gibt, lese ich sie und freue mich daran, dass Menschen von meinem Buch berührt waren und/oder sich intensiv damit auseinandergesetzt haben. Ich muss aber zugeben, dass ich Rezensionen nicht auf allen Portalen und bei allen Blogs aktiv verfolge.
Kritik finde ich gut, solange sie konstruktiv ist. Neulich hat eine Rezensentin geschrieben, sie fände das Buch super, hätte mitgefiebert und alle, aber sie fand das Ende doof. Drei Sterne. Damit kann ich dann eher weniger anfangen, aber es macht mich jetzt auch nicht persönlich fertig oder so.

 

Anna: Wo sammelst du die Ideen für deine Bücher? Haben persönliche Erlebnisse Einfluss auf deine Bücher? Woher kam die Inspiration zu „Wenn ich dich nicht erfunden hätte“?

Julia: Meistens sind es tatsächlich in irgendeiner Weise persönliche Erlebnisse – ich glaube tatsächlich, dass man nur dann gute Geschichten erzählen kann, wenn man emotional mit ihnen etwas verbindet. Und wenn es „nur“ der Ort ist wie in meiner neuen Geschichte, „Wolkendämmerung“.

„Wenn ich dich nicht erfunden hätte“: Ich war auch mal 18, und ich habe durchaus Leute kennengelernt, denen – wie Loris – ihre Kindheit nicht besonders gut bekommen ist. Tatsächlich frage ich mich bis heute, was aus einigen von denen wohl geworden ist.

Die Idee mit den Geschichten kam mir, als ich nach einem Grund suchte, warum Leo entgegen aller Vernunft immer wieder an ihn glaubt. Die ist ja nicht blöd, also brauchte sie ein starkes Motiv. Die Geschichten liefern das.

 

 

Anna: Du hast mit Loris einen Bad Boy erschaffen, der entgegen typischer „Bad-Boy-Klischees“ wirklich ein Bad Boy bleibt. Was hat dich dazu bewegt?

Julia: Aktuell habe ich im Bekanntenkreis mehrere Mädchen, die genau auf diese Typen abfahren. Und ich sehe natürlich die Masse an Büchern und Filmen, wo der böse Junge auf ein süßes Naivchen trifft und rutzdiwutz seine weiche Seite entdeckt und fortan alles nur noch rosa Wolken sind. Mit diesem Muster wollte ich brechen.
Loris braucht seine weiche Seite nicht zu entdecken, der hat die. Er zeigt sich ja zum Teil sehr verletzlich. Für mich ist er kein „Bad Boy“, sondern ein verletzter Junge, der sich eigentlich nach einem normalen Leben sehnt. Aber er hat eben auch ein krasses Trauma, für dessen Heilung ein bisschen mehr nötig ist als ein Mädchen, das ihn liebt.

 

 

Anna: In „Wenn ich dich nicht erfunden hätte“ spielen Drogen eine große Rolle. War es schwierig, dies umzusetzen, ohne, dass die Drogen verführend wirken oder andersherum zu ermahnend?

Julia: Ich weiß nicht, ob das gelungen ist. ich hoffe es. Ich bin einfach so nah wie möglich an die Figuren herangegangen und habe versucht zu zeigen, was sie erleben und eben auch, was sie motiviert.

 

 

Anna: Leo könnte auf viele Leser naiv wirken; welche Charaktereigenschaften schreibst du Leo zu?

Julia: Ich finde Leo nicht naiv. Vielen Lesern erscheint das vielleicht so, weil sie auch Loris‘ Perspektive kennen, aber Leo kann viele Sachen nicht wissen, die er ihr nicht zeigt. Woher soll sie?
Für mich ist Leo … na ja, zumindest idealistisch und leidensfähig. Sie glaubt an das Gute im Menschen und an zweite Chancen, das finde ich sehr sympathisch. Auf der anderen Seite schert sich sich wenig um Regeln, wenn sie glaubt, dass der Zweck die Mittel heiligt. Und sie ist stark. Stärker als es oberflächlich den Anschein hat.

 

Anna: Vor welchem Charakter, den du erfunden hast, hättest du Sorge, ihm mal im echten Leben zu begegnen, weil er gar nicht so nett ist wie es scheint?

Julia: Mir fällt da tatsächlich keiner ein. Ich mag die alle, wie sie da sind. Höchstens Pascal. Dem würde ich nicht so gern begegnen, ich fürchte, in seinem Job muss man recht hemmungslos sein, was Gewalt angeht. Aber den habe nicht ich erfunden, sondern meine Kollegin Kira. Ich durfte ihn nur ausleihen.

 

 

Anna: Als ich den Klappentext las, vermutete ich eine Fantasygeschichte – mit welchen 5 Adjektiven würdest du dein Buch jedoch eher Buch beschreiben?

Julia: Realistisch, lustig, traurig, ehrlich, hoffnungsvoll – passt das?

 

 

Anna: Gibt es schon Pläne zu einem nächsten Buch, auf das wir uns freuen dürfen? Kannst du schon etwas darüber verraten (und gerne ein Cover zeigen, falls es das schon gibt)?

Julia: Sehr gern!

Wolkendämmerung - Covervorstellung
Mein nächster Jugendroman heißt (siehe oben) „Wolkendämmerung“ und ist unser Ink-Rebels-Sommerthriller. Er erscheint am 1. Juli und kann – Werbeblock – noch bis zum 25.06. zum Subskriptionspreis beim Amrun-Verlag vorbestellt werden.
Ich liebe dieses Buch sehr, und ich liebe meinen Helden darin sehr: Nicholas. In mancherlei Hinsicht hat er eine ähnliche Schädigung wie Loris, aber geht ganz anders damit um.

In „Wolkendämmerung“ bekommt Nicholas die großartige Chance, als Fotograf auf einem Forschungsschiff mitzufahren. Er ist begeistert, denn das bedeutet für ihn nicht nur Geld, sondern auch tolle Referenzen. Aber er entdeckt bald Dinge, die nicht für seine Augen und ganz bestimmt nicht für seine Kamera bestimmt sind, und das bringt nicht nur ihn in tödliche Gefahr, sondern auch seine Freunde… *insert bedrohliche Musik*

 

 

Anna: Wem würdest du „Wenn ich dich nicht erfunden hätte“ empfehlen?

Julia: Allen über 14, die hoffen und lieben, die gern echte Geschichten mit echten Charakteren lesen und sich davon berühren lassen möchten.

 

Anna: Du hast das letzte Wort.

Julia: Danke für die schönen Interviewfragen. 🙂
Oder wolltest du lieber ein paar Weisheiten? Dann wäre das in dem Fall wohl:
Lebe wild und gefährlich und hab keine Angst vor dem Leben.

 

***

 

Zur Facebook-Seite der Autorin geht’s hier lang.

Zur Facebook-Seite der Ink Rebels geht’s hier lang.

 

Das Buch und meine Rezension:

Wenn ich dich nicht erfunden hätte

Gewinnspiel Verlosung Wenn ich dich nicht erfunden hätteGewinnt 1 Print-Exemplar von „Wenn ich dich nicht erfunden hätte“, auf Wunsch mit persönlicher Widmung oder signiert. 🙂

Teilnahmebedingungen:

  • In der Zeit vom 18.06.2017 – 02.07.2017 könnt ihr in den Lostopf hüpfen. Kurz danach wird ausgelost und der Gewinner in diesem Beitrag verkündet.
  • Schreibt einfach einen Kommentar, warum ihr das Buch gewinnen wollt. 🙂
  • Mitmachen dürfen alle Blog-Leser aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
  • Um am Gewinnspiel teilzunehmen, müsst ihr 18 Jahre oder älter sein oder eine Einverständniserklärung der Eltern haben.
  • Der Gewinner/die Gewinnerin werden auf meinem Blog in diesem Beitrag genannt und müssen sich innerhalb von 7 Tagen per E-Mail bei mir melden, ansonsten wird neu ausgelost.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und eine Bargeldauszahlung ist nicht möglich.
  • Ihr dürft natürlich gerne Werbung das Gewinnspiel machen, das bringt aber kein Extralos ein, sondern nur ein dankendes Lächeln an euch von mir. 🙂

 

+++ GEWINNSPIEL BEENDET +++

Der Zufallszahlengenerator hat entschieden und gewonnen hat: Leni (Madlen T (Ladylike) – Herzlichen Glückwunsch! Die Gewinner-Mail ist raus und alle anderen:Nicht traurig sein, zum einen läuft aktuell ein Gewinnspiel auf meiner Facebookseite und das nächste Gewinnspiel kommt gewiss. 🙂

Zum Facebook-Gewinnspiel hier entlang.

28 comments on “[Interview + Gewinnspiel] Anna plaudert mit… Julia Dibbern

  1. Hallo Anna, ich möchte das Buch gerne gewinnen, weil ich es schon auf der Buchmesse in Leipzig total interessant fand und es seitdem auf meiner Wunschliste steht.

    Liebe Grüße
    Nicole

  2. Huhu Anna,

    was für ein schönes Interview! Der Blick hinter die Kulissen, empfinde ich jedes Mal als sehr interessant. Dass die Geschichten der Autorin beim Babysitting entstanden sind, ist doch auch mal sehr originell! =)

    Die Worte der Autorin zu Rezensionen und Kritik sind nachvollziehbar. Allerdings ist es als Rezensent natürlich auch schwierig, Kritik über das Ende in einer Rezension auszuführen. Immerhin wollen wir auch niemanden spoilern. o:

    Auf jeden Fall liest man jedem Wort des Interviews ab, wie viel Liebe die Autorin in ihr Werk gesteckt hat. Allein wie sie über ihre Charaktere redet, ist wirklich schön. <3

    Ich würde auch gerne mein Glück für das Buch probieren. Anna, du schwärmst so schön darüber und ein Bad Boy, der bis zum Schluss einer bleibt? Den würde ich gerne kennenlernen, besonders, da es sich total realistisch anhört. Auch würde ich gerne die Charaktere kennenlernen mit denen die Autorin jemanden in ihrem echten Leben verbindet. Ihr habt mich total neugierig gemacht. =))

    Ganz liebe Grüße
    Leni

  3. Hallo,

    vielen Dank für das schöne Interview:) Das war bestimmt viel Arbeit es vorzubereiten.

    Ich möchte auch sehr gerne für dieses Buch in den Lostopf hüpfen:)

    Liebe Grüße

    Little Cat

  4. Hallöchen.
    Das Interview ist ja mal mega sympatisch! 😀
    Das Buch kannte ich bisher noch nicht und ehrlich gesagt habe ich auch noch nichts drüber gehört. Wundert mich total da der Klappentext total meinem Beuteschema entspricht. Sehr gern hüpfe ich mit in den Lostopf nd versuche mein Glück!
    Liebe Grüße
    Vanessa

  5. Hallo 🙂

    ich versuche einfach mal mein Glück und hüpfe in den Lostopf. Warum? Weil mich der Klappentext sehr anspricht und neugierig macht – aber auch weil ich das Interview interessant finde und es einfach Lust auf das Buch macht 🙂

    Liebe Grüße
    Steffi

  6. Wow! Tolles Interview! Coole Idee und auch das Buch macht einen sehr interessanten Eindruck!
    Ich würde mich sehr über einen Gewinn freuen.

  7. Ich möchte auch gern in den Lostopf hüpfen für dieses Buch. Ich durfte es schon lesen, würde mich aber dennoch über die Printausgabe freuen, weil es ganz einfach ein völlig anderes Gefühl ist, es in den Händen zu halten und nicht nur als E-Book zu haben.
    Das Interview ist toll …

  8. Hallo Anna,

    ich bin gerade durch Emilys Zeilenliebe auf deinen Blog aufmerksam geworden und lese mich, nach diesem Kommentar, erst einmal durch deine Blogposts 🙂

    Deine Rezension und deine positive Bewertung zu „Wenn ich dich nicht erfunden hätte“ hat mich wirklich neugierig gemacht. Daher versuche ich mal mein Glück 🙂

    Viele Grüße
    Elena 🙂

  9. Ich finde das Interview sehr interessant und das Buch spricht mich sehr an. Das wäre genau mein Ding 😉
    Ich würde super gerne gewinnen

    L.G.
    Astrid

  10. Danke für das tolle Interview , was bestimmt viel Arbeit war gerne würde ich das Buch für eine Freundin gewinnen die es auf ihrer Wunschliste hat

  11. Hallo Anna,
    da schaue ich mir doch gerade deine Lesetipps für den Sommer an und denke mir: Hey, das Buch klingt aber sowas von richtig gut. Kurz darauf entdecke ich den Hinweis, dass du genau diese Geschichte auch noch auf deinem Blog verlost! Da bin ich doch dabei :o)

    Ganz liebe Grüße
    Tanja :o)

  12. Ich bin eine absolute Leseratte und dieser Roman hört sich nach einer sehr interessanten Sommerlektüre für unseren bevorstehenden Urlaub an.

  13. Huhu
    Ich mag das Buch gewinnen, da es schon länger auf meinr Wunschliste steht und ich genau solch ein Genre lesen mag. 🙂

    Liebe Grüße

    Stephi

  14. Hallo ,

    tolles und interessantes Interview.Vielen Dank.
    Ich möchte gern gewinnen weil dieses Buch klingt spannend
    und interessant.
    Ich wünsche Dir schönen Abend 🙂

    Liebe Grüße Margareta

  15. Hallo,

    danke für den tollen Beitrag… das Buch klingt wirklich toll, ich würde gerne mein Glück beim Gewinnspiel versuchen… vielen Dank dafür 🙂

    LG

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