[Interview] Anna plaudert mit… Nadja Losbohm

Nadja Losbohm hat mich auf Facebook angeschrieben und gefragt, ob ich Interesse an ihrem Buch hätte. Ich musste nur kurz schauen, dann war mein Entschluss gefasst: Ein Buch über Bücher ist für einen Bücherwurm immer lesenswert. Gesagt getan, an einem Sonntag mit einer Tasse Tee und Decke habe ich das kleine eBook verschlungen und war begeistert von den Ideen, die ich gerne auch als richtige Geschichte erleben würde. 🙂 Diese und weitere Gedanken und Fragen schwirrten in meinem Kopf, so dass ich direkt nach einem Interview gefragt habe und ja, hier seht ihr die spannenden Antworten der sympathischen Autorin.

Ihr könnt euch auch gerne erst meine Rezension zum Buch „Die Magie der Bücher“ durchlesen, aber ich kann die Kurzgeschichtensammlung auf jeden Fall empfehlen. 🙂

 

Nadja Losbohm
Anna: Bitte stelle dich meinen Lesern kurz vor.
Nadja: Hallo an dich, liebe Anna, und dich, der du auf ihrem zauberhaften Blog gerade dieses Interview liest. Ich bin Nadja, 34 Jahre alt, lebe und schreibe in Berlin. Mein erster Fantasy-Roman „Alaspis – Die Suche nach der Ewigkeit“ erschien vor fünf Jahren in einem kleinen Verlag. Seitdem sind acht weitere Bücher aus meiner Feder entsprungen: ein Kinderbuch, eine Fantasy-Romance-Buchreihe, von der es den ersten Band auch auf Englisch gibt, und die Kurzgeschichten-Sammlung „Die Magie der Bücher“. Hin und wieder veröffentliche ich auch Kurzgeschichten in Englisch auf der Schreibplattform „Inkitt“ oder auch auf meiner Facebook-Seite.
Anna: Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Nadja: Zum Schreiben bin ich mehr durch Zufall gekommen. Ich habe schon immer gerne gelesen und mich für Kunst interessiert. Irgendwann lernte ich die Arbeiten des Künstlers/ Schauspielers Viggo Mortensen kennen, der so viele verschiedene Sachen machte: malen, zeichnen, fotografieren, Musik, Film, schreiben. Das hat mich sehr beeindruckt, und ich wollte ebenfalls etwas Neues ausprobieren, also griff ich zum Stift. Das ist jetzt fünfzehn Jahre her.
Anna: Wie wichtig sind dir Rezensionen? Liest du sie? Wie gehst du mit Kritik um?
Nadja: Sie sind insofern wichtig, dass Leser, die die Geschichten noch nicht kennen, dadurch motiviert werden, sie ebenfalls zu lesen. Ich lese jede Rezension, freue mich über schöne Aussagen, über unschöne eher nicht. Klar. 😉 Aber damit muss man leben, wenn man seine Werke mit anderen teilt. Den Umgang damit muss man erst lernen.
Anna: Wo sammelst du die Ideen für deine Bücher? Haben persönliche Erlebnisse Einfluss auf deine Bücher?
Nadja: Die Ideen entstehen zumeist zufällig. Manchmal sagt oder tut jemand etwas, manchmal sieht man etwas, was einen inspiriert. Auch können Bilder, Fotos wunderbar die Gedanken beflügeln und tolle Geschichten schaffen. Persönliche Erlebnisse haben definitiv Einfluss auf meine Bücher. Die meisten Emotionen meiner Hauptfiguren sind meine eigenen. Ich denke, wenn man seine eigenen Erfahrungen und Gefühle einfließen lässt, trägt das positiv zur Authentizität bei und der Leser kann echte Emotionen spüren.
Anna: Was hat dich zu dem Buch „Die Magie der Bücher“ inspiriert?
Nadja: Durch eine ägyptische Bloggerin, die mich bei meinem englischen Buch sehr unterstützt hatte, kam ich auf die Idee, mich von Fotos inspirieren zu lassen. Sie postet regelmäßig Bilder auf ihrer Seite und ruft alle auf, eine Geschichte oder ein Gedicht dazu zu schreiben. Ich fand, es ist eine sehr schöne Schreibübung und versuchte es einfach mal. So entstand zunächst „Die lesende Elfe“. Es folgte noch eine und noch eine Geschichte, und nach der dritten entdeckte ich ein Muster: Im Mittelpunkt jeder Geschichte standen immer die Bücher. Da dachte ich, es wäre schön, aus diesen drei eine kleine Sammlung zu machen für alle Bücherwürmer, die nachempfinden können, welche Magie ausgeht von Büchern.
Anna: Es sind insgesamt vier Kurzgeschichten, hättest du auch Ideen für noch mehr Geschichten gehabt?
Nadja: Zum Zeitpunkt, als ich die Sammlung herausbrachte, hatte ich keine weiteren Ideen für Geschichten. Mittlerweile haben sich noch zwei aufgetan, und ein paar Leser meinten auch, das Cover ist viel zu schade, als dass es das Buch „nur“ als Ebook gibt. Sie möchten es gerne als Taschenbuch im Regal zu stehen haben. Das war sehr süß! Und vielleicht gibt es eines Tages eine zweite Version von dem Buch, „Die Magie der Bücher 2.0“ quasi.
Anna: Besteht die Möglichkeit, dass aus einer dieser Kurzgeschichten mal eine richtige Geschichte entsteht?
Nadja: Ich finde, „Yolanda“ hat Potenzial größer zu werden. Wenn es die Zeit erlaubt, könnte ich mir vorstellen, mehr aus ihr zu machen.

Anna: Hast du einen persönlichen Favoriten bei den vier Geschichten?
Nadja: Meine liebsten Geschichten sind „Die Zauberspiegel“ und „Yolanda“. Letztere mag ich, weil sie sich von dem Buch, das sie findet, führen und leiten lässt. Manche Geschichten, Bücher haben diese Macht. Bei „Die Zauberspiegel“ konnte ich beim Schreiben Kind sein. Das hat wirklich Spaß gemacht.
Anna: Gibt es schon Pläne zu einem nächsten Buch, auf das wir uns freuen dürfen? Kannst du schon etwas darüber verraten?
Nadja: Ich arbeite seit Sommer 2015 an einem historischen Fantasy-Roman, der sich eingehender mit dem Leben einer Hauptfigur aus meiner Fantasy-Romance-Buchreihe „Die Jägerin“ beschäftigt. Die weibliche Leserschaft hat diese Figur ins Herz geschlossen und mit diesem Buch soll sie ihren großen Auftritt bekommen. Das Manuskript ist soweit fertig. Ich überarbeite es derzeit und hoffe, dass  dieses Buch in 2017 erscheint!
Anna: Wem würdest du dein Buch empfehlen?

Nadja: „Die Magie der Bücher“ empfehle ich jeder Leseratte, die weiß, was es heißt, sich in den Seiten einer Geschichte zu verlieren, und allen, die seit ihrer Kindheit Märchen lieben und sich nach ihnen zurücksehnen.

 

Anna: Du hast das letzte Wort.
Nadja: Ich danke dir, liebe Anna, für deine wunderbare Unterstützung und dass du meinen Geschichten und mir eine Chance gegeben hast! Ich danke ebenso allen Lesern, die das Interview verfolgt haben und hoffe, dass wir uns „wiederlesen“. Auch ein riesengroßes Dankeschön geht an alle Leser, die mich bereits seit den Anfängen begleiten und geduldig mit mir sind. Jeder einzelne bedeutet mir die Welt!

 

 

Das Buch und meine Rezension:

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4 comments on “[Interview] Anna plaudert mit… Nadja Losbohm

    1. Hallo Cindy,

      ja die Rezi hast du schon kommentiert und da das Buch so kurz ist, liest es sich perfekt an einem Sonntagnachmittag. 🙂 Ich bin auch gespannt, ob die Autorin eine der Geschichten mal verlängert. 🙂

      Alles Liebe,
      Anna

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