Eine Geschichte der Zitrone - Rezension

[Auf den Punkt gebracht: Hochgestapelt] Eine Geschichte der Zitrone von Jo Cotterill

Eine Geschichte der Zitrone

Infos zum Buch „Eine Geschichte der Zitrone“ von Jo Cotterill:

Verlag: Königskinder
Seiten: 256
ISBN: 978-3551560360
Erscheinungsdatum: 29. September 2016
Originaltitel: A Library of Lemons
Übersetzer: Nadine Püschel
Reihe: nein
Meine Bewertung: 5 Karlys

 

Inhalt: Calypso ist eher ein Einzelgänger, bis Mae auftaucht, die neue Schülerin. Mae ist genauso ein Bücherwurm wie Calypso und die beiden finden schnell zueinander. Aber Calypsos Dad ist der Meinung, dass man auf seine innere Stärke zählen soll und dafür braucht man keine anderen Menschen. Außerdem hat er kaum Zeit, denn er schreibt an seinem großen Meisterwerk über die Geschichte der Zitrone. Dabei vergisst er aber oft, dass er eine Tochter hat. Und je mehr Zeit Calypso bei Mae und ihrer Familie verbringt, desto mehr merkt sie, wie leer und kalt ihr eigenes Zuhause ist…

 

Ein kleines Buch mit großer Wirkung

 

Der Story-Stapel

Erster Satz: „Heute hat das neue Mädchen, Mae, mich gefragt, ob ich mit ihr spielen will.“

Das Buch beginnt sehr ruhig und fast schon kindlich. Es wirkt anfangs eher wie ein Kinderbuch, doch schon bald wird die Tonart reifer und das Buch bekommt Tiefe. Als Leser fühlt man sich schnell in die Protaogistin ein und merkt ebenso schnell, dass bei ihr Zuhause etwas nicht stimmt. Dementsprechend spekuliert man, was die Gründe dafür sein können und bekommt mit jeder Seite mehr Einblicke. Die Freundschaft mit Mae spitzt sich ebenso zu wie die Situation Zuhause. Am Ende fühlt es sich so an, als würden Gefühle explodieren , so viel passiert und entwickelt sich. Dennoch bleibt das Buch einem ganz eigenen roten Faden treu, der die Geschichte sowohl fesselnd als auch rund macht.

 

Der Charakter-Stapel

Calypso ist besonders, teilweise schon eigenbrötlerisch. Aber wie kann man einen Charakter, der Bücher so sehr liebt, nicht mögen? Man leidet mit ihr und möchte sie einfach oft in den Arm nehmen, weil sie ständig so stark sein muss und ihr oft das kindliche verloren gegangen ist. Sie ist unglaublich klug und vernünftig und erst mit Mae lernt sie auch mal, einfach Kind zu sein.

Mae ist die wunderbare Freundin, die sich jeder wünscht. Sie ist ehrlich und voller Gefühl. Gleichzeitig weiß sie auch zu vergeben und das macht sie nur noch liebeswerter. Ihr Charakter gibt der Geschichte Feinschliff, ohne, dass er negativ ins Gewicht fällt.

 

Der Stil-Stapel

„Eine Geschichte der Zitrone“ liest sich sehr, sehr flüssig – die Seiten verfliegen in einem Rutsch. Dennoch besitzt das Buch viele Passagen, die vor kleinen Weisheiten nur so strotzen. Mit dem Buch hält man eine besondere Geschichte mit einem besonderen und dennoch nie holprigen Schreibstil in den Händen.

 

Der Kritik-Stapel

Manchmal frage ich mich, woher der Königskinder Verlag immer diese Schätze nimmt – ein kleines Büchlein mit großer Wirkung. Die Geschichte ist gekonnt erzählt, bietet viel Weisheit und noch mehr Gefühl – toll!

 

Auf den Lesen-Stapel?

Ja, jeder, der das Besondere sucht und gerne in der Gegenwart Geschichten entdeckt, kann sich eine Geschichte der Zitrone erzählen lassen und wird ebenso viele Gefühle erleben, wie eben möglich sind bei einem Buch. Hier gibt es eine kleine Leseperle, die mit einer ruhigen, aber sehr weisen Geschichte verzaubert. Absolut verdiente 5 Karlys und eine klare Leseempfehlung für ein absolut wunderbares Buch!

KarlyKarlyKarlyKarlyKarly – 5 Karlys

 

Meine Eselsohren zum Buch.

 

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„Eine Geschichte der Zitrone“ bei Carlsen / Königskinder

2 comments on “[Auf den Punkt gebracht: Hochgestapelt] Eine Geschichte der Zitrone von Jo Cotterill

  1. Hallo Anna,

    das Buch klingt richtig bezaubernd und wie du schon schreibst, nach einer kleiner Perle. Ich werde es mir mal merken, denn ab und zu lese ich solche Schätzchen recht gern. Aber bei dem Titel hätte ich an einen ganz anderen Inhalt gedacht.

    Liebe Grüße,
    Nicole

    1. Hallo Nicole,

      genau – das Buch ist eine kleine Leseperle und neben den Titel fand ich auch das Cover nicht so ansprechend, aber dahinter verbirgt sich eine sehr lesenswerte Geschichte!

      Alles Liebe,
      Anna

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