[SuB-Kolumne] Die Schuldfrage klären

SuB-Kolumne

Ein wichtiger Punkt jeder Anklage: Wer ist der Schuldige? Ständig werden wir SuBs beschuldigt: Wir sind zu dick, zu groß, wachsen zu schnell, reduzieren uns nicht selbst und werden dabei immer älter. Ja, natürlich werden wir das. Alles steht und fällt mit dem Lesetempo unser Besitzer und natürlich auch dem Heranschaffen neuer SuB-Schützlinge.

Aber wieso werden wir als SuB als die Bösen dargestellt? Wir sind es nicht, die in die Buchhandlung gehen, um die Bestellung abzuholen. Wir sind es nicht, die bei Tauschticket ohne Ende Bücher ertauschen oder uns von Schnäppchen wie Medimops, Rebuy oder Arvelle den Bauch vollschlagen. Wir flüstern noch nicht einmal unseren Besitzern zu: Füttere mich! Wirklich nicht! Wir sind nämlich gar nicht gefräßig oder hungrig. Jeder Buch ruht in der unentdeckten Geschichte seiner selbst – da wird kein Nachschub benötigt.

Ausnahme (die gibt es doch immer): Die Reihenbücher. Ich kenne viele Reihenbeginne, die so laut nach ihrer Fortsetzung schreien, dass sich in meinen Weiten mittlerweile vollständige Trilogien und längere Reihen befinden! Ist das denn zu fassen?! Aber irgendwie hängen Reihen sehr aneinander und alleine jammern sie ständig rum, dass sie sich unvollständig fühlen usw. Das ist vielleicht anstrengend!

Natürlich schubse ich dann gewisse Signale an den Besitzer, so dass dieser doch möglichst bald die restlichen Teile besorgt. Okay, ein bisschen Schuld sind wir schon, aber am Ende hängt es vom Besitzer und der Willenskraft ab, ob er das Buch besorgt oder nicht und wie sagte schon Oscar Wilde: „Ich kann allem widerstehen, nur nicht der Versuchung.“ Anscheinend trifft das auf Buchfreunde ganz besonders zu, oder.

Hand aufs Herz: Wer ist schuldig? Der arme SuB, der gemästet wird oder sein Besitzer, der nicht aufhören kann, neue Bücher zu besorgen? Und keine Sorge, bei mir dürft ihr ehrlich sein, ich verurteile euch nicht. 😉

 

Euer Anna-SuB

8 comments on “[SuB-Kolumne] Die Schuldfrage klären

  1. Hallo Anna,

    ja, genauso ist es: Wir sind ja selber schuld, dass der SuB immer weiterwächst, aber du hast recht: Die Versuchung ist einfach zu groß. Der Wille ist stark, doch das Fleisch ist schwach. Ich kann auch nie aufhören Bücher zu kaufen, obwohl mein SuB auch schon ins unermessliche gestiegen ist.

    LG
    Moni

    1. Hallo Moni,

      ja die Versuchung ist wirklich riesig, alleine schon die vielen Neuerscheinungen jeden Monat. Da muss man einfach zugreifen. 😉

      Liebe Grüße,
      Anna

  2. Hallo! 🙂

    Das sind mal herrliche Beiträge! Aus dieser Sicht wird der SuB wirklich nicht oft betrachtet. Ich habe zwar selbst einen „untergewichtigen SuB“, aber ich schaue immer gerne, wie das bei anderen so ausschaut (sowas können aber auch nur Buchsüchtige sagen, oder? Jedenfalls habe ich mich noch nie außerhalb der Bloggerwelt mit jemandem über einen SuB unterhalten 😀 ).
    Aber wie du schon in deinem vorherigen Beitrag geschrieben hast: es hat ja jeder ein anderes „Wohlfühlgewicht“.

    Liebe Grüße!

    1. Hallo,

      huch, dein Kommentar ist bei mir durchgerutscht. 🙁 Danke für das Feedback – genau deswegen gibt es die SuB-Kolumne, um dem SuB Platz zum Reden zu geben. 🙂

      Ja ich rede auch nur mit anderen Buchsüchtigen über SuBs, ansonsten ist das nämlich kein bekannter Begriff. 😀 Aber jede Szene hat halt so seine Abkürzungen. 😉

      Liebe Grüße,
      Anna

  3. Hey Anna 😀

    Ja wir sind selber schuld, nicht der arme SuB :O
    ich liebe es ja wenn er groß ist, weil ich dann schöne Auswahl habe, mit meinen ganzen Challenges und einer Aktion die ich machen möchte und hach ja ;D
    Ich verabscheue ja auch diese Challenges, so und so viel Bücher lesen, vorher wird kein Buch gekauft, wenn mir, oder meinem SuB nach einer Reihenfortsetzung oder eben einem neuen Buch ist, ja dann gebe ich dem nach und kaufe es auch. Wenn ich das Geld habe und es gerne haben möchte? Wieso nicht? Da brauche ich mir kein Kaufverbot aufzuerlegen oder nicht? 😀

    Liebe Grüße
    Maddy

    1. Hallo Maddy,

      ja ich sehe das genauso. Man sollte sich nicht so einen Druck machen und das alles in Zwingen und Verbote ausarten lassen, sondern einfach den SuB pflegen, wie es eben passt und lesen, wie es gefällt. 🙂

      Und meinen großen SuB liebe ich auch, eben, weil ich diese riesige Auswahl habe und einfach alles möglich ist beim Lesen. 🙂

      Liebe Grüße,
      Anna

  4. Lieber Anna-SuB,

    natürlich bin ich selbst ein ganz großes Stück schuldig, allerdings sind es auch die kreativen Köpfe hinter den Seiten, den klugen auf Marketing spezialisierten Verlagsmenschen und ach eigentlich die ganze Buchcommunity. Bei dieser Verlockung ist es schwer Nein zu sagen.

    Liebe Grüße Cindy

    1. Hallo Cindy,

      ja, das stimmt, es sind noch viele andere daran schuld, dass wir SuBs aus allen Nähten platzen. Nur wir SuBs selber können halt gar nichts dafür. 😀 Und es wusste ja schon Oscar Wilde: „Ich kann allem widerstehen, nur nicht der Versuchung.“ 😀

      Liebe Grüße,
      dein Anna-SuB

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