[SuB-Kolumne] „Dicke Bücher vs. Dünne Bücher“

SuB-Kolumne

Wie die Welt der Bücher unglaublich vielfältig ist, ist auch die der SuBs faszinierend unterschiedlich. Wir wissen alle, dass es sowohl große als auch kleine SuBs gibt. Einige Stapeln die Bücher wortwörtlich, andere stellen sie ein ein SuB-Regal (RuB) oder wieder andere haben ein ganzes Zimmer voll davon (ZuB). 🙂 Doch eines haben sie alle gemeinsam: Es gibt sowohl dicke als auch dünne Bücher in ihren Weiten.

Ich schätze mal, dass der größte Teil meiner Buchschätze um die 350 Seiten umfasst. Nur wenige sind dünner, ein paar mehr als wenig sind dicker. Ja, auch bei den Büchern hat sich der Schlankheitswahn breit gemacht! Dünne Bücher um 300 Seiten sind plötzlich besonders toll und werden lieber gelesen als die dicken „Schinken“! Das ist ja fast schon eine traurige Entwicklung, wenn man bedenkt, dass einige Geschichten sich erst bei 500 und mehr Seiten wirklich gut entfalten können.

Natürlich, wir wissen alle, dass es Bücher gibt, denen die 300 Seiten gut stehen und trotzdem – es ist doch die Vielfalt, die das Lesen besonders macht und dennoch höre ich von SuBs, die sich beschweren, dass die dicken Bücher öfter liegen bleiben oder gar nicht erst auf dem SuB auftauchen!

Selbst in meinen weiten Gefilden wurde gemunkelt, dass meine Besitzerin lieber nach dünnen Büchern greift, aber das war ihr scheinbar auch aufgefallen, denn dieser Monat wurde mit dicken Büchern gefüllt und die dünnen Dinger unter 300 Seiten waren nur noch Lückenfüller oder Appetithäppchen. Da freuten sich die dicken Wälzer ganz besonders und haben sich noch extra in den Mittelpunkt gerückt. Das war wieder ein großes Geschubse und beinahe wäre sogar ein Stapel umgestürzt! Wir sind nun doch schon sehr wackelig, aber dazu ein andernmal mehr… wo war ich? Ach ja – endlich haben die dicken Bücher eine Chance, zu beweisen, dass sie genauso toll sind und vor allem nicht viel mehr Lesezeit in Anspruch nehmen, wenn sie den Leser absolut fesseln. Ahh, ich sehe wieder viel zustimmendes Genicke in meinen Stapeln und mal ehrlich, das wirkt bei einem 1.000-Seiten Buch doch auch viel beeindruckender. 😉

 

Nun zu euch, liebe Leser: Wie steht ihr zu dicken Büchern? Werden sie bei euch diskriminiert und ausgeschlossen und besonders herzlich in Empfang genommen? 🙂 

 

12 comments on “[SuB-Kolumne] „Dicke Bücher vs. Dünne Bücher“

  1. Ich lese inzwischen hauptsächlich eBooks, da weiss ich in der Regel gar nicht, ob die Printausgabe dick oder dünn ist und ich hab festgestellt, dass ich das ohne haptisches Original in der Hand auch kaum abschätzen kann: Ich hab schon Romane gelesefressen und war überzeugt, das Buch könne höchstens 200 Seiten lang sein, während es tatsächlich 600 Seiten umfasste, während ich bei langweiligeren Büchern auch schon überrascht war, dass sie nur 300 statt 500 Seiten enthielten.

    Beim eBook-Erwerb achte ich auch überhaupt nicht auf ggf. angegebene Seitenzahlen der Printausgabe; da schaue ich nur noch darauf, wie sehr mich die Geschichte interessiert. Bei mir dürften dicke und dünne Bücher da also ziemlich gleichberechtigt sein. 😉

    LG,
    Tanja

    1. Hallo Tanja,

      das ist ja mal vorbildlich! Also liegt es gar nicht an der Seitenzahl, sondern an der Optik eines dicken Buches, dass es manche Leser abschreckt – so habe ich das noch nie betrachtet. Sehr interessant. 🙂 Viel Spaß weiterhin beim Lesen von sowohl dicken als auch dünnen Büchern. 😉

      Liebe Grüße,
      Annas SuB

  2. Hey,
    ich mag lieber Bücher um die 500 Seiten. 300 oder weniger sind mir oft zu wenig – und das merkt man vielen Geschichten auch leider an. Aber zu dicke Bücher lasse ich momentan auch lieber auf dem SUB liegen 😀 zB die Arena oder der Übergang.
    Mein SUB ist übrigens gestapelt: 3 große (2 HC und 1 TB) und ein kleiner nur für englische. Und es ist sehr wacklig, obwohl die Stapel an der (Regal-)Wand stehen 😉
    lg. Tine =)

    1. Hallo Tine,

      also ganz schlimm finde ich Bücher mit weniger als 200 Seiten – da ist es auch oft so, dass mir die Geschichte zu oberflächlich war. 🙁 Wie gesagt, diesen Monat habe ich mal unabhängig der Dicke mir Bücher geschnappt und bisher waren die „dicken Dinger“ keine Enttäuschung. 😀
      An den Übergang will ich mich dieses Jahr auch noch wagen! 🙂

      Nun ja, mein SuB besteht leider nicht nur aus drei Stapeln die sind verdammt hoch und hmm, manchmal habe ich Angst, es kippt mal ab. 😀

      Liebe Grüße,
      Anna

  3. Hallo Anna,

    also, das mit den dicken Schinken ist oft so eine Sache. Meistens schrecke ich davor nicht zurück, weil grad die umfangreichen Bücher komplexe Geschichten enthalten und einen richtig schön in sich hineinziehen. Nur muss ich halt Lust darauf haben, den Dickling mit mir herumzuschleppen, weil ich meistens am Weg zur Arbeit lese. Da ist das schon oft ein Contra-Argument. (Vor allem, weil ich gebundene Bücher lieber hab.)

    Das mit den eBooks ist mir auch schon aufgefallen. Öfter habe ich nach dem eBook mal die Printversion in einem Buchgeschäft entdeckt und da habe ich oft verwundert festgestellt, wie dick das Buch eigentlich war.

    Ansonsten finde ich es schade, wenn dicke Bücher stiefmütterlich behandelt werden, weil grad zB „Der Übergang“ war für mich der absolute Wahnsinn, genauso muss ein Buch sein und die gut 1000 Seiten waren nicht der Rede wert, weil ich das Buch so schnell gelesen hatte. Aber das muss halt jeder für sich selbst entscheiden.

    Mein SuB hat sich übrigens im Schreibtisch versteckt, da sieht ihn mein Mann nicht. 😀

    Liebe Grüße & schönen Sonntagabend!
    Nicole

    1. Hallo Nicole,

      ja das stimmt, auf dicke Bücher muss ich auch Lust haben, sonst klappt das nicht so gut. 🙂 Und ja, sie enthalten oft komplexe Geschichte, die einen ganz anders in eine Geschichte fallen lassen. 🙂

      Deswegen lese ich immer mehrere Bücher auf einmal, so habe ich ein dickes für Zuhause und ein dünneres für Fahrwege. 😀 Das klappt super. 😉

      Wie gesagt, mit den eBooks finde ich richtig spannend, da muss ich mal zukünftig drauf achten. 😉

      Mein SuB ist zu groß, als das ich ihn noch verstecken könnte. 😀 Aber mein Mann hat sich dran gewöhnt. ^^

      Liebe Grüße,
      Anna

  4. Hallo Anna,

    ich muss gestehen, dass mich dicke Wälzer erst mal abschrecken. Ich kann gar nicht sagen warum. Weil sie unhandlicher sind, man das Gefühl hat nicht voranzukommen…ich weiß es nicht. Aber wenn ich erst mal eins Anfänge und es gut ist, hast du schon recht, man liest es auch total schnell weg :-D. Die Geschichten sind oft sehr gut und dann bin ich immer wieder froh eins in die Hand genommen zu haben. Vielleicht sollte ich das wieder tun, denn sie stehen viel zu lange im Regal bei mir. Danke für den Anstoß :-).

    Liebe Grüße,
    Vanessa

    1. Hallo Vanessa,

      mich schrecken sie auch manchmal ab, nicht vorm Kaufen, aber von danach greifen und beginnen – deswegen habe ich ja diesen Monant versucht, das etwas zu ändern. 😉 Und meist ist es ja so, dass man beginnt und so gefesselt ist, dass die Seiten mehr eher schön sind als doof. 🙂
      Ich freue mich, dass die Kolumne dich angestoßen hat – genau darum geht es ja.

      Liebe Grüße,
      Anna

  5. Hey 🙂
    Bei mir kommt es immer darauf an: wenn ich viel Zeit und den Kopf frei habe, lese ich lieber dicke Bücher, als wenn ich im Stress bin und nur so zwischendurch mal lesen kann. Trotzdem merke ich, dass der Griff zu dünneren Büchern leichter fällt. Wieso, weiß ich selber nicht.
    Aber da ich jetzt fast nur noch Wälzer auf dem SuB habe, hat sich das Problem quasi von selbst erledigt.
    Liebe Grüße 🙂

    1. Huhu,

      na ja, wenn eben ständig zu den dünnen Büchern gegriffen wird, gibt es eben irgendwann nur noch dicke Bücher auf dem SuB. 😀 Aber ich verstehe, wenn du sagst, dass man für dicke Bücher auch Zeit haben muss – das stimmt. 🙂

      Liebe Grüße,
      Anna

  6. Liebe Anna,

    deine heutige Kolumne stimmte mich nachdenklich. Wenn ich mir meinen SuB so ansehe – den ich weder seperat aufbewahre noch staple, sondern wahllos (nun ja, immerhin nach Farbe geordnet) zwischen die bereits Gelesenen stelle- , fällt mir auf, dass er doch recht durchmischt ist: sowohl dünne als auch dicke Bücher tummeln sich dort.
    Hm, um ehrlich zu sein, hege ich keine Tedenz. Letztendlich wählt die jeweilige Geschichte, welchen Umfang sie benötigt, um erzählt zu werden. Deshalb schreckt mich eine Dicke nicht weiter ab. Die Geschichte dahinter obsiegt. 😉
    Natürlich besteht die Gefahr, dass Wälzer langatmig und ein dünnes Buch oberflächig sein kann, aber das ist ja schließlich der Reiz beim Lesen. Das Risiko sozusagen. 😀
    Mittlerweile handhabe ich es so, dass ich mind. zwei Bücher parallel lese: die dicken zu Hause und die dünnen unterwegs. Wobei es bei mir auch schon vorkam, dass ich einen 1200 Seiten-Wälzer mit mir herumschleppte, aber das ist aufgrund des erheblichen Gewichts eher selten.

    Liebe Grüße,
    Kopf-Kino

    1. Hallo du,

      ich stimme dir grundsätzlich absolut zu, dass die jeweilige Geschichte ihre Länge selbst bestimmt und grundsätzlich stören mich dicke Bücher nicht, bei Reihen freue ich mich sogar über die Dicke. 🙂 Da kann es gar nicht genug Seiten geben. 😀 Trotzdem merke ich oft, dass ich mehr „dünnere“ Bücher zu den gelesenen zähle und das ärgert mich, da es die dickeren Bücher nicht verdient haben.

      Ja genau, Leser sind risikofreudig, aber gut, das gehört wohl dazu. Ich lese zwar auch oft mehr als ein Buch und nehme dann meist eher ein dünnes für unterwegs mit, aber nicht ausschließlich. 😀

      Liebe Grüße,
      Anna

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