[Interview] Anna plaudert mit… Pia Hepke

Auf Facebook wurde ich von der lieben Pia Hepke bezüglich ihres Buches „Irrlichter“ angeschrieben. Das Thema „Irrlichter“ als Fantasy-Idee kannte ich bisher nicht und war gespannt auf ihr Buch. Meine Rezension zu Irrlichter findet ihr bereits auf Annasbuecherstapel. Außerdem hat sich Pia bereit erklärt, mir einige Fragen zu beantworten und herauskam ein schönes Interview, so dass ihr diese sympatische deutsche Autorin kennen lernen könnt und vielleicht auch neugierig auf ihre Bücher werdet. 🙂 Die Autorin hat auch eine Facebook-Seite, auf der sie immer über aktuelle Themen rund um ihre Bücher berichtet.

 

Pia Hepke

 

Anna: Bitte stelle dich kurz vor. Wie bist du zum Schreiben gekommen, was hast du vorher gemacht?

Pia: „Meine Name ist Pia Hepke und ich bin inzwischen ganze 23 Jahre alt. Mit dem Schreiben habe ich mit süßen 15 Jahren begonnen und davor und währenddessen, sowie danach war ich natürlich Schülerin. *lach*“

 

Anna: Welches ist dein Lieblingsbuch von dir selbst und warum?

Pia: „Eine ganz besondere Beziehung habe ich zu meiner Drachensaga, weil der erste Teil mein aller erstes Buch ist und man im Laufe der Reihe sehr schön verfolgen kann, wie ich mich in den Jahren sprachlich weiter entwickelt habe. Gerade läuft die Veröffentlichung des letzten Teils und der ist einfach mein absoluter Liebling! Warum das so ist? Das muss leider jeder selber lesen. Ich will hier ja nicht zu viel verraten!

Davon aber mal abgesehen, finde ich Marked Eyes genial! Der Aufbau des Buches ist einfach so toll, die Idee einzigartig und die Handlung vollkommen unvorhersehbar. Das Buch führt den Leser am laufenden Band an der Nase herum. Die Testleserunde hat solch einen Spaß gemacht!!

Ok, Eigenlob wieder aus. Das Buch gibt es allerdings noch nirgends. Gerade weil ich selber so überzeugt von der Geschichte bin, liegt es noch in meiner Schublade und wartet auf den richtigen Moment. Bei dem Buch will ich einfach alles richtig machen, obwohl am Ende wahrscheinlich alles vom Glück abhängt.“

 

Anna: Liest du Rezensionen über deine Werke und wie gehst du mit Kritik um?

Pia: „Ja, tue ich. Ich lese sogar sehr gerne Rezensionen oder auch einfach persönliche Meinungen per Nachricht. Natürlich tut es gut, wenn man das Autorenego fleißig gestreichelt bekommt, aber auch Kritik ist wichtig, um sich weiter zu entwickeln. Einige Kritik kann man sehr gut annehmen und sie bringt einen weiter, andere nicht.

Ich entscheide selber, welche Kritik ich annehmen möchte, und welche ich ignoriere. Natürlich ärgere ich mich hier und da auch mal über (in meinen Augen unverständliche oder nicht angebrachte Kritik), aber so ist das Leben.

Gerade bei Simone gab es viele Streitpunkte. Zahlreichen Lesern gefiel nicht, dass es ein italienischer Name für einen Jungen ist, obwohl man ihn im ersten Moment deutsch als Mädchennamen liest. Deswegen nehmen die Leser zunächst an, dass es sich hierbei um eine FreundIN von Nicole handelt. Gut, das ist jedem selbst überlassen. Mir persönlich gefiel es, dass ich den Leser gleich zu Anfang ein wenig täusche. Da können sich noch so viele drüber aufregen, der Name bleibt!“

 

Anna: Wie kommst du auf die Namen deiner Charaktere? (Wrin, Shela oder Nim, ja selbst Simone als Jungenname sind ja nicht die geläufigsten Namen)

Pia: „Oftmals sind sie beim Schreiben einfach da. Zumindest einen Anfangsbuchstaben oder den „Grundton“ des Namens habe ich im Kopf. Wenn mir nicht gleich etwas einfällt, suche ich Namen mit diesem Anfangsbuchstaben oder schaue einfach so. Aber bei den Irrlichtern habe ich so lange mit den Fingern über der Tastatur gehangen, bis mir etwas einfiel. Denn die Namen gibt es, glaube ich, gar nicht^^

Aber es sind Irrlichter, die brauchen natürlich ungewöhnliche, einprägende, irrlichtertypische Namen!“

 

Anna: Gibt es einen Lieblingscharakter von dir in dem Buch und wieso er? Gibt es Ähnlichkeiten zwischen euch?

Pia: „Ich mag Shela ganz besonders gerne. Sie ist offen, fröhlich und immer freundlich. Ich bin eher zurückhaltend und in mich gekehrt. Aber Shela wäre eine Freundin, die ich nur zu gerne die meine nennen würde. Mit ihr hätte man sicherlich immer jede Menge Spaß und gute Laune!“

 

Anna: Auch wenn es im Schlusswort steht, aber erzähl doch bitte noch einmal, wie Irrlichter entstanden ist und wie du auf die Idee gekommen bist.

Pia: „Es gab eine Ausschreibung für einen Kurzgeschichtenwettbewerb zum Thema Irrlichter. Ich begann einfach zu schreiben (hatte mich zuvor natürlich noch ein wenig über diese seltsamen Lichter informiert) und irgendwann bekamen sie dann eine menschliche Form.

Die Geschichte wurde leider (oder zum Glück^^) nicht in die Anthologie aufgenommen. Die Idee von Irrlichtern, die menschliche Gestalt annehmen können, gefiel mir jedoch so gut, dass sich beim weiteren drüber Nachdenken, die Idee von den verstorbenen Seelen bei mir einfand. Der Schleier, der Riss im Schleier. All diese wunderbaren Gedanken musste ich unbedingt aufschreiben, sodass aus der Kurzgeschichte ein Kurzroman wurde.“

 

Anna: Wem würdest du dein Buch empfehlen?

Pia: „Zunächst einmal allen, die gerne Fantasy lesen natürlich! Es ist ein Jugendbuch, das aber auch für Erwachsene schön zu lesen ist. Wer selber in einer Gegend wohnt, in der Irrlichter ein Thema sind, wird ebenfalls seine Freude daran haben, denke ich.“

 

Anna: Wird es eine Fortsetzung von Irrlichter geben?

Pia: „Ich habe noch zwei Irrlichtbücher im Kopf. Weil viele Leser sich gewünscht haben, mehr über meine süßen Lichtfeuerwesen zu lesen, werde ich wohl nicht darum herumkommen, mir noch etwas einfallen zu lassen.

Allerdings sind die Planungen da tatsächlich noch ganz am Anfang. Weil andere Bücher bereits weiter in der Ausarbeitung sind, werde ich diese zuerst schreiben. Es kann also noch ein Weilchen dauern, bis es mehr von meinen Irrlichtern gibt. Allerdings werden die Fortsetzungen auch unabhängig von den anderen Büchern zu lesen sein, so viel sei schon mal verraten.^^“

 

Anna: Woher sammelst du die Ideen für deine Bücher und haben persönliche Erlebnisse auch Einfluss?

Pia: „Ich sammele aus meinen Träumen, gerade meine ersten Buchideen entstammen viel aus Traumgeschichten. Bei den Irrlichtern ergab es sich beim Schreiben. Normalerweise hätte ich sobald wohl nichts über Irrlichter geschrieben, aber die Kurzgeschichtenausschreibung gab das Thema so vor.

Ansonsten kommen Ideen spontan, Bilder inspirieren, Lieder, andere Bücher, Filme. Selbstverständlich haben auch persönliche Erlebnisse Einfluss auf meine Bücher. Egal ob ich meine Klassenfahrt aus der 7. als Vorlage für meine Drachen nehme. Oder ob es der Hagelschauer draußen ist, der mich daran erinnert, solch einen in meine Geschichte einzubauen.

Gerade war ich für eine Woche auf Island und wurde durch die Landschaft für zahlreiche Szenen inspiriert, einfach nur, weil wir durchs Land gefahren sind.“

 

Anna: Wie weit ist eine Geschichte in deinem Kopf gereift, wenn du mit dem Schreiben beginnst? Weißt du beispielsweise schon das Ende?

Pia: „Das ist immer unterschiedlich. Ganz selten habe ich wirklich mal eine Ahnung vom Ende. Meistens sind es Szenen, die mitten im Buch spielen. Aber wenn ich zu schreiben beginne, habe ich oftmals nur den Anfang und die grobe Richtung. Irgendwann komme ich nicht mehr weiter mit dem Planen und Überlegen. Wenn aber, sagen wir mal, die ersten 50 Seiten stehen, ist es meist so weit, mit dem Schreiben zu beginnen.

Außer bei Kurzgeschichten (zu denen die Irrlichter anfangs ja auch zählten), da fange ich einfach planlos an und schaue, wohin mich das führt. Und ich muss sagen, dass das bisher sehr gut funktioniert hat!“

 

Anna: Sind Pläne für ein neues Buch bereits in Arbeit? Darfst du uns darüber etwas verraten?

Pia: „Ich habe sogar ganze Unmengen an Büchern in Planung. Eine Greifengeschichte, die ich im letzten Jahr bereits angefangen habe und dessen Cover ich bereits gemalt habe, will möglichst in diesem Monat fertig gestellt werden. Dann habe ich die Planung einer (meiner ersten!) Highfantasygeschichte bereits so weit abgeschlossen, dass ich diese gerne als Nächstes in Angriff nehmen möchte.

Dann muss ich irgendwann noch die zwei Folgeromane meiner Meerjungfrauen schreiben und so geht es immer weiter.“

 

Anna: Das Schlusswort gehört dir.

Pia: „Ich möchte mich bei allen meinen Lesern bedanken, schreibt mir gerne, ob ihr euch ebenfalls eine Fortsetzung wünscht, wenn ihr das Buch gelesen habt. Ansonsten würde ich mich freuen, wenn ich euer Interesse an meinem Buch/meinen Büchern wecken konnte!“

 

Die Bücher:

IrrlichterDas Geheimnis des NebelsDas Geheimnis des FeuersDas Geheimnis des Wissens

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