Magonia Rezension

[Auf den Punkt gebracht: tiefgestapelt] Magonia von Maria D. Headley

Magonia

Infos zum Buch:

Verlag: Heyne
Seiten: 368
ISBN: 978-3453270176
Erscheinungsdatum: 3. April 2017
Originaltitel: Magonia
Übersetzer: Julia Walther
Reihe: ja (1/?)
Meine Bewertung: 3 Karlys

Inhalt: Aza leidet an einer seltsamen Lungenkrankheit, die ihr ein normales Leben unmöglich macht. Deswegen schiebt sie auch das Schiff in den Wolken auf akute Atemnot, denn nur ein Mensch glaubt ihre Geschichte: Jason – ihr bester Freund. Und mit der Zeit bemerkt sie, dass Jason vielleicht mehr als nur ein Freund ist. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse: Aza meint zu ersticken und findet sich plötzlich in Magonia wieder. In diesem Reich über den Wolken ist sie nicht krank, sondern magisch begabt. Und als wäre das nicht genug, liegt das Schicksal aller in Azas Händen…

 

Eine phantastische Idee stolpert aufgrund mangelnder Beschreibung

 

Der Story-Stapel

Erster Satz: „Ich atme ein.“

Das Buch beginnt ruhig, aber trotzdem interessant. Wir lernen Aza kennen und erfahren direkt, wir schwer ihr Leben durch ihre Lungenkrankheit ist. Gleichzeitig bekommen wir erste Einblicke, wie Aza und ihr bester Freund Jason zueinanderstehen. Doch mit dem Ortswechsel nach Magonia verliert das Buch an Spannung und vor allem an Lesefluss. Man wird in eine Welt hineingeworfen, über die man kaum etwas erfährt und die deswegen eher schwer vorstellbar ist. Es dauert einige Seiten, bis man wieder soweit abgetaucht ist, dass sich die Spannung wiederaufbauen kann. Das Ende wiederum empfand ich als sehr gelungen, es ist in sich abgeschlossen, lässt aber dennoch genug offen für Folgebände.

 

Der Charakter-Stapel

Aza ist ein schlichter Charakter. Sie ist unglaublich auf alles fokussiert, was sie nicht kann. Klar, eine Krankheit wie ihre bestimmt das Leben enorm, aber auch in Magonia bleibt es dabei, dass sie nichts versucht und sich nur wenig zutraut. Das wird zum Ende zwar besser, aber geschah gefühlt immer unter Zwang und nie, weil sie es wollte. Dadurch bekommt man wenig tiefgreifende Einblicke, wer Aza wirklich ist und was sie will.

Jason hingegen bekommt viele Kanten. Er ist ein spezieller Typ, aber sehr klug und absolut loyal. Er ist ein echter Kämpfer und wirkt deutlich stärker und Geschichtsbeeinflussender als Aza, die eher wehleidig wirkt.

Die Charaktere aus Magonia bleiben ebenfalls eher blass. Man erfährt einfach zu wenig – über Magonia, über die Charaktere und kann dadurch kaum eine Verbindung aufbauen.

 

Der Stil-Stapel

Anfangs las sich das Buch sehr flüssig, doch mit Beginn der Zeit in Magonia wird der Lesefluss abrupt unterbrochen, da die Autorin wenig bis nichts erklärt und oft unbekannte Begriffe einwirft, die mehr Verwirrung stiften als zu erklären. Somit ist der Mittelteil eher holprig zu lesen, verliert Sogwirkung und macht es dem Leser nicht leicht dran zu bleiben.

 

Der Kritik-Stapel

Der holprige Mittelteil und zu wenig Erklärungen zu Magonia tun der Geschichte nicht gut, da die Spannung dadurch abbaut. Gleichzeitig ist die Protagonistin kein vorbildlicher Charakter, noch zeigt sie eine tolle persönliche Entwicklung im Buch. Da sticht ihr bester Freund Jason deutlich mehr heraus. Unabhängig davon ist die Idee von Magonia sehr spannend und wirklich phantastisch. Durch wenige bildliche Beschreibung bleibt es aber eher fern als greifbar, was wirklich schade ist, denn die Idee ist klasse.

 

 

Auf den Lesen-Stapel?

Es ist unglaublich schwierig, das Buch zu beurteilen. Die Idee rund um Magonia ist genial und neuwertig, verliert aber an Intensität aufgrund fehlender Beschreibungen und Erklärungen. Die Protagonistin bleibt leider sehr blass und bleibt in ihrer eigenen Entwicklung sich selbst im Weg stehen. Und besonders der holprige Mittelteil geben dem guten anfänglichen Spannungsbogen einen starken Abbruch, so dass es keine Sogwirkung gibt. Das Buch ist gut, keine Frage, die Grundidee klasse, aber es hat gleichzeitig einige sehr große Schwächen, so dass es unterm Strich bei 3 Karlys bleibt.

 

KarlyKarlyKarly – 3 Karlys

 

Infos zur Reihe

  1. Magonia (Magonia)
  2.  ? (Aerie)

 

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2 comments on “[Auf den Punkt gebracht: tiefgestapelt] Magonia von Maria D. Headley

  1. Hi Anna,

    schade, dass dich „Magonia“ nicht so ganz überzeugen konnte. Das Buch wartet noch auf meinem SuB, aber nach deiner Rezension hab ich’s gedanklich erst mal wieder ein wenig nach hinten geschoben… mal schauen, wann ich es dann tatsächlich noch lese, erst mal rufen die anderen Bücher jetzt lauter.

    Liebe Grüße
    Sarah

    1. Hey Sarah,

      ja ich war auch traurig, weil die Idee echt so genial ist. Ich denke, dass Buch kann durchaus Wirkung entfalten, man kann ihm also durchaus eine Chance geben, nicht, dass es bei dir noch zur SuB-Leiche wird. 😀 Aber ich verstehe auch, wenn andere Bücher vorerst lauter rufen.

      Alles Liebe,
      Anna

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