Dieses Buch bleibt im Regal: Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

[Aktion – Dieses Buch bleibt im Regal] Der neunte Schatz

Dieses Buch bleibt im Regal

Damaris hat eine Aktion ins Leben gerufen, die ich so schön finde, dass ich sehr gerne mitmache. Es geht dabei nämlich um die Buchschätze, die auf ihre Art so besonders sind, dass man sie nie mehr hergeben möchte. 🙂 Ich habe da ziemlich viele von im Regal, deswegen mache ich auch mit. 🙂

 

Für den 9. Schatz habe ich ein Buch gewählt, das gewiss keine locker-leichte Lektüre ist: „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ von Christiane F. Dieses Buch habe ich gelesen, als ich frisch mit dem Studium angefangen habe und nach Berlin gezogen bin. Da ist das schon sehr prägend und auch heute, wenn ich am Bahnhof Zoo bin, denke ich an das Buch. Dabei ist der Zoo längst nicht mehr die kritische Ecke, vielmehr ist es Kreuzberg und die Warschauer Straße. Aber gut, jede Stadt hat ihre dunklen Ecken…

Dieses Buch bleibt im Regal: Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

Mich hat dieses Buch gefesselt und geschockt und ja, auch irgendwie vor Drogen beschützt. Es ging auch bei Christiane F. „relativ harmlos“ los und doch, der Strudel zieht einen immer mehr rein und es ist heftig, wie oft sie auf Entzug war und doch wieder rückfällig wurde und selbst heute ist es ja so, dass sie sehr anfällig ist und eine „Ersatzdroge“ für das Heroin hat, da es sonst gar nicht mehr geht.

Diese Sucht, das Leid und wirkliche diese Drogenhölle haben mich geprägt und lassen mich bis heute nicht los.

 

„Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ sollte Pflichtlektüre an Schulen werden und schreckt vielleicht dadurch den ein oder anderen davon ab „nur mal zu probieren“. Es ist wahr und ehrlich. Hier wurde nichts verschönert, sondern eine kalte, graue und harte Realität gezeigt, die trotz der vielen Jahre, die das Buch schon alt ist, nichts an Aktualität eingebüßt hat. Ein Buch, das prägt, verstört, Angst macht und auch Augen öffnet. Und da es mich vor jeglichem „Probieren“ und jeglicher „Neugier“ geschützt hat, bleibt es für immer im Regal. 

——————————————–

Liebe Blogger, dies ist eine Mitmachaktion von Damaris liest. Du möchtest ebenfalls ein besonderes Buch, das niemals aus deinem Regal auszieht, auf deinem Blog vorstellen und es damit deinen Lesern empfehlen?

DANN SEI DABEI! 🙂

Die Aktion findet jeweils am 15. des Monats statt.
  • Verwende das Dieses Buch bleibt im Regal-Banner, und verweise damit auf den Ursprungsblog, damit die Aktion Wiedererkennungswert hat.
  • Wenn du magst, hinterlasse mir hier deinen Beitragslink als Kommentar, dann können interessierte Leser und ich zum Stöbern kommen.
  • Mach mit oder auch mal nicht. Am Aktionstag oder später – ganz egal. Die Aktion ist jedes Mal freiwillig. Sie soll gemeinsam Spaß machen und ggf. den Austausch anregen.

12 comments on “[Aktion – Dieses Buch bleibt im Regal] Der neunte Schatz

  1. Huhu Anna,

    dein Buch möchte ich irgendwann auch noch lesen. Ich habe schon so viele positive aber auch bedrückende Meinungen zu dem Buch gehört, dass ich mir einfach selbst mal ein Bild davon machen möchte.
    Für dich war es dann ja wirklich ziemlich besonders, da du nach Berlin gezogen bist und am Bahnhof Zoo öfters vorbeigekommen bist.

    Hier geht es zu meinem Beitrag

    Liebe Grüße
    Sandra

    1. Hallo Sandra,

      oh ja das Buch gehört schon fast gelesen – es ist wirklich gut und sehr eindrücklich geschrieben. Aber auch knallhart und nicht verschönernd.

      Ja damals war es wirklich noch einmal besonders einprägend gewesen, aber wie gesagt, der Bahnhof Zoo ist ja nun ganz anders als damals.

      Liebe Grüße,
      Anna

  2. Hi Anna,

    du hast dir aber auch ein sehr besonderes Buch ausgesucht. Ich muss gestehen, dass ich es noch nicht gelesen habe, obwohl – oder vielleicht auch gerade weil ich aus Berlin komme. Aber wie du schon sagst, der Brennpunkt ist es eigentlich schon lange nicht mehr. Wie auch immer… ich stelle mir das auch sehr interessant vor, so unverblühmt und aus erster Hand.

    Schönes Wochenende:)
    Eli

    1. Hallo Eli,

      auch wenn das Buch in Berlin spielt, kann man es, denke ich, auf jede große und kleine Stadt in Deutschland anwenden, da es um Drogen geht und wie man dort reinrutscht und das passiert nicht nur in Berlin.

      Ich kann nur empfehlen, dieses Buch zu lesen und sich davon schocken zu lassen. Es ist wirklich prägend und aufwühlend.

      Dir eine schöne neue Woche und liebe Grüße,
      Anna

  3. Hallo Anna,

    das Buch ist ja allgemein bekannt, ich kenne es bisher noch nicht. Aber ich denke, ich werde es irgendwann lesen bzw. einfach lesen müssen, weil es einfach eine wichtige Lektüre ist.

    Wünsche dir ein schönes Wochenende
    Lisa

    1. Hallo Lisa,

      ja es ist ein sehr bekanntes Buch, obwohl anscheinend es trotzdem nicht so oft gelesen wird mehr. Dabei war es damals ja auch ein großer Schocker und ja, in meinen Augen ist es wirklich wichtige und vor allem auch aufklärende Lektüre. Da Heroin und Drogen allgemein nichts an der Gefahr verloren haben.

      Ich wünsche dir eine schöne, neue Woche und liebe Grüße,
      Anna

  4. Liebe Anna,
    „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ habe ich auch gelesen. Ich kann mich nur nicht mehr erinnern, ob in der Schule oder privat, bevor ich zur kompletten Leseratte wurde 🙂 Ich weiß auch noch, dass ich sehr geschockt war von Zuständen und Handlung, aber im Detail kann ich mich nicht mehr richtig erinnern. So schade …
    Grüße dich lieb,
    Damaris

    1. Liebe Damaris,

      hihi, ja manchmal weiß ich auch nicht, wann ich ein Buch eigentlich genau gelesen habe. Und ja, die Zustände schockieren auf jeden Fall, aber für mich waren auch viele Details sehr prägend. Wie gesagt, frisch nach Berlin gezogen… da betrachtet man das auch noch einmal anders…

      Grüße dich auch lieb,
      Anna

  5. Liebe Anna,

    ich kenne das Buch vom Weitem, soll heißen ich habe mich nie heran getraut und werde es auch weiterhin nicht. Aber nicht weil ich die Augen davor verschließen möchte, sondern weil ich solche Schicksale zu sehr in mir aufsauge und lange bedrückt bin. In den 90ern hätte dieses Buch als Pflichtlektüren in Schulen bestimmt noch einiges bewirkt, aber heute bezweifle ich das fast und zwar nicht, weil ich denke, das diese Teulfesspiralen und Auswirkungen heute weniger gefährlich sind, sondern weil die Drogen sich geändert haben. Wenn ich da an Badesalze, diese Chrystel Zeugs und dann noch daran denke, das es heute zwecks Internet verdammt einfach ist, an alles ranzukommen, wird mir ganz schlecht. Es gibt Themen bei denen Schullektüre aktuell mit der Zeit mitgegehen sollte.

    Liebe Grüße Cindy

  6. Hallo Cindy,

    ich verstehe es, wenn du sagst, dass dich solche Bücher bedrücken. Gerade „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ ist keine leichte Lektüre, die prägt schon sehr und lässt einen oft fassungslos den Kopf schütteln.

    Ich denke aber, auch wenn sich die Drogen teilweise geändert haben, ändert sich nichts an der Sucht an für sich und wie tief du abrutscht, um das Geld dafür zu bekommen. Aber ja, gerade Crystal Meth ist beängstigend, da es genauso wie Heroin gleich beim ersten Mal süchtig macht und deutlich billiger ist und weil es den Körper noch schneller zerstört. Es ist nicht nur einfach im Internet zu besorgen, mein Mann meinte, abends U Warschauerstraße stehen die Dealer auf der Brücke und du kannst dir alles besorgen… das war früher zumindest in der Ecke auch nicht so auffällig. 🙁

    Ja, gerne darf die Schullektüre aktuell sein, aber sowas muss es eben auch geben und trotzdem eindrücklich sein und da ist dann die Auswahl eher bescheiden. Und ich weiß auch nicht, ob manche durch solche Bücher dann erst recht neugierig werden?! Hmm, es ist ein schwieriges Thema.

    Liebe Grüße und dir ein schönes Wochenende,
    Anna

    1. Hallo Anna,

      du hast recht wegen der Folgen einer Sucht und dem Strudel der einen mitreißt wird „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ immer aktuell bleiben. Ich arbeite in der Nähe der Mercedes Benz Arena und fahre jeden morgen über die Warschauer Straße, gerade in den Sommermonaten wird es mir dort etwas ungemütlich.

      Was das neugierig machen angeht, verstehe ich dich total. Es ist und bleibt ein schwieriges Thema. Aber wer etwas wirklich möchte, findet leider schnell und einfach andere Wege seine Ziele zu erreichen. Ein Fernsehbeitrag, über die Sicherung von Wohnungen und Häuser in der Urlaubszeit, kann helfen Gefahrenquellen zu vermeiden. Kann jedoch im Umkehrschluss einem möglichen Einbrecher ebenfalls nützliche Informationen liefern. Es ist verzwickt. 🙁

      Liebe Grüße Cindy

      1. Liebe Cindy,

        oh okay, da verstehe ich, dass du das manchmal ungemütlich findest… es gibt in Berlin wirklich so Ecken, die vermeide ich auch eher. Ich bin zum Beispiel auch kein Fan von Kreuzberg… fühle mich da absolut nicht wohl und kann diesen Trend, dass Kreuzberg cool ist, nicht nachvollziehen. 😀

        Dein Beispiel ist gut… abschrecken und neugierig machen liegen vermutlich dicht beieinander… und es ist schwierig zu behandeln. Vermutlich wäre es auch sinnvoller, dies individuell bei jedem anzugehen, aber wonach beurteilt man das? Drogen kennen kein Sozialgefüge, sondern finden sich überall – bei Armen, Reichen, wohlerzogen, eher vernachlässigt… das macht es ja so schwer!
        Und ja, wer will, der wird es bekommen, gibt genug Möglichkeiten, alleine schon wegen des Internets. Und ich denke weiterhin, dass Bücher zu dem Thema selten in die Sucht führen… ich glaube einfach an das Gute im Buch! 🙂

        Liebe Grüße,
        Anna

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.